13.05.2015 Start-up-Unternehmen: Kaputt.de

Kaputt.de: Reparaturplattform schont die Umwelt

Von: Lea Sommerhäuser

MOBILE BUSINESS präsentiert innovative Start-ups, die mit ihren Ideen die mobile Branche aufmischen möchten. Diesmal: Kaputt.de, das Resourcenknappheit und Umweltverschmutzung eindämmen möchte und deshalb eine community-basierte Reparaturplattform ins Leben gerufen hat.

  • Regelmäßig veranstaltet das Start-up kleine Reparaturevents.

  • Die drei Geschäftsführer von Kaputt.de (v.l.n.r.): Joseph Hufnagl, Tobias Kronawitter und Moritz Zyrewitz

Die Gründung
In Deutschland werden jedes Jahr über eine Million Tonnen Elektroschrott produziert. Für den Ingenieur Tobias Kronawitter, den Betriebswirt Alexander Maletz, den Programmierer Joseph Hufnagl und den Netzwerker Moritz Zyrewitz war das der Grund, Initiative zu ergreifen. Somit entstand 2012 die Idee, eine community-basierte Reparaturplattform ins Leben zu rufen, um Ressourcenknappheit und Umweltverschmutzung einzudämmen. Daraus entwickelte sich schließlich das Konzept eines Vergleichsportals für Lösungen von Defektgeräten. Im Februar 2015 startete das „Exist“-geförderte Start-up in Berlin mit dem Vergleich von Reparaturlösungen für die gängigsten Smartphone-Modelle.

Die Zielsetzung
Kaputt.de sieht sich als Verbraucherplattform für den nachhaltigen Umgang mit Defektem. Mithilfe der Reparatur-Community finden Besitzer defekter Elektrogeräte Rat. Die Plattform präsentiert dabei folgende Entscheidungsoptionen: nach Anleitung selbst reparieren, einen Reparaturdienst beauftragen oder sich für den Neukauf inklusive Verkauf/Verschrottung entscheiden. Inspiriert durch die „Repair Café“-Bewegung veranstaltet das Unternehmen außerdem regelmäßige Reparaturveranstaltungen,
bei denen die Teilnehmer voneinander lernen und Persönlichkeit in die Community bringen. Zurzeit finden User der Internetplattform ausschließlich Lösungen für defekte Smartphones. Die Vision ist es jedoch, im kommenden Jahr Lösungen für weitere elektronische Haushaltsgeräte anbieten zu können.

Der Mobility-Gedanke
Mobilität ist ein Verlangen, das in der breiten Masse große Bedeutung gewonnen hat. In diesem Zusammenhang haben sich auch die Surfgewohnheiten der User zunehmend auf Smartphones und Tablets verlagert. Als Verbraucherplattform steht es somit außer Frage, die Entwicklung des Nutzerverhaltens in die Geschäftsprozesse miteinzubeziehen. Im Fall von Kaputt.de bedeutet das, nicht nur eine mobiloptimierte Seite anzubieten, sondern auch Marketing- und Vertriebsaktionen anwenderzentriert auszurichten.

Die Kunden
Das Start-up spricht drei unterschiedliche Kernzielgruppen an. Zum einen handelt es sich um B2B-Kunden, die ihren Reparaturservice auf der Plattform listen, um im Internet eine bessere Sichtbarkeit zu bekommen. Andererseits lebt die Plattform von ihren B2C-Verbrauchen, die auf Hilfesuche sind. Darüber hinaus lädt die Plattform ein, Hobbybastler und „Reparatur-Aficionados“ zu Wort kommen zu lassen. Angemeldete Nutzer können somit Anleitungen empfehlen, Ersatzteile bewerten und sich in Form von Kommentaren untereinander austauschen.

Die nächsten Schritte
Das Berliner Start-up befindet sich in der Wachstumsphase. Zurzeit werden Kooperationspartner ausgewählt und die Produktentwicklung vorangetrieben. Ziel ist es, in den kommenden Monaten Deutschland bundesweit abzudecken und erste Sortimentserweiterungen schrittweise aufzunehmen. Im Detail bedeutet dies, dass der deutschlandweite Vertrieb strategisch aufgebaut werden soll. Gleichzeitig arbeitet das Marketing an einer bundesweiten Kampagne, um Nutzer auf die Plattform aufmerksam zu machen. Sobald der deutsche Markt gesichert ist, soll das Ausland ins Visier genommen werden. Darüber hinaus plant Kaputt.de weiterhin, Reparaturevents zu veranstalten.



Kaputt.de UG i.G.
Branche: Internet
Gründung: 2015
Gründer: Moritz Zyrewitz, Joseph Hufnagl, Tobias Kronawitter, Alexander Maletz
Geschäftsführer: Moritz Zyrewitz, Joseph Hufnagl, Tobias Kronawitter
Sitz: Berlin
Mitarbeiter: 5

 

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