28.08.2017 Heizung, Lüftung, Klima smart regulieren

Kindergarten setzt auf Gebäudeautomation

Am Beispiel eines Kindergarten zeigt sich, dass Gebäudeautomation eine Unterstützung im Alltag sein kann.

Gebäudeautomation im Kindergarten mit MyGekko

Mit der Lösung MyGekko gelingt Kindergartenleiterin Petra Bohnsack die Steuerung des gesamten Gebäudes mit einem Klick.

Bis zu 50 Kindergarten- und 20 Krippenkinder werden im Kindergarten Evangelisches Haus im bayerischen Fischbachder betreut. Nach dem Neubau des Kindergartens 2014 kann die komplette Haustechnik zentral erfasst und gesteuert werden. Dank des Automatisierungs- und Regelungssystems MyGekko sparen die Erzieherinnen jeden Tag Zeit und können sich ihren eigentlichen pädagogischen Aufgaben widmen.

Die technischen Anforderungen an das neue Gebäude waren komplex: Von der automatisierten Beleuchtung und der zeitgesteuerten Zutrittskontrolle über die Warmwassererzeugung und die Lüftungsanlage bis hin zur Heizung sollte alles zentral regelbar sein. Dazu kam eine Alarmanlage, die sich automatisch an- und ausschaltet. Selbstverständlich musste alles miteinander verbunden sein. Der Kindergarten hatte ambitionierte Ziele: Eine komplett automatisierte Haustechnik, um die Erzieherinnen zeitlich zu entlasten. Dutzende Kinder und doppelt so viele Hände, die pausenlos Lichtschalter bedienen, die ständigen Unterbrechungen, um Eltern und Kindern die Türen zu öffnen – es galt eine Lösung zu finden, die den Arbeitsalltag vereinfachen und zusätzlich noch Energiekosten einsparen sollte.

Ein Regler für alles

Die Anforderung an Projekte wie dieses ist es, die verschiedenen Bereiche der Gebäudeautomation zusammenzuführen. „Es gibt viele Systeme, die sich als smart bezeichnen, im Endeffekt aber nur Spielerei sind. Eine professionelle Regelungstechnik muss Heizung, Lüftung, Klima und Elektrotechnik in einer Regelung vereinen können“, so Roland Stöckl, Geschäftsführer der Stöckl GmbH für Gebäudeautomation und verantwortlich für die Automatisierung des Gebäudes.

Normalerweise werden Heizungs- und Lüftungsanlagen getrennt voneinander installiert. Die Zusammenführung verschiedener Gewerke ist jedoch nicht nur technisch komplex. Probleme bereiten auch die Verantwortlichkeiten bei Mängeln. Jedes Gewerk kümmert sich um seinen eigenen Bereich. Für Planungsbüros bedeutet diese Problematik eine Menge Arbeit.

Effizient und einfach

Für Gerhard Strobel, den Haustechniker des Kindergartens, war MyGekko die optimale Lösung: „Der Regler kann an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Ich muss für die Einstellungen auch nicht vor Ort sein, sondern kann zu Hause mit einem Laptop auf das System zugreifen“, berichtet Strobel, in dessen Verantwortungsbereich auch die Steuerung des Reglers fällt. Der MyGekko-Slide ist Bedien- und Steuereinheit in einem. 

Das Prinzip ist simpel: Das Herzstück – die zentrale Bedien- und Regeleinheit – wird installiert und alle im System zu integrierenden Anwendungen werden dort angeschlossen. Praktisch dabei: Bereits vorhandene Lösungen – ob kabel- oder funkbasiert – die jeweils ihre eigene App benötigen würden, können mit dem Regler in ein zentrales System integriert werden. „Ich kann jeden Raum zum Beleuchten oder Heizen punktgenau ansteuern und alle Einstellungen überwachen und auswerten lassen“, betont Strobel.

Zeitersparnis und Kostensenkung

Für die Pädagogen des Kindergartens ist der Regler eine willkommene Unterstützung bei den Routineaufgaben, da die tägliche Kontrolle von Licht, Heizung und Lüftung entfällt. Zudem herrschen dank der Alarmanlage und der zeitgesteuerten Zutrittskontrolle optimale Sicherheitsstandards. Die Befürchtung, erst einen Smart Home-Crashkurs absolvieren zu müssen, zerstreute sich sofort. Durch die Einstellungen des Haustechnikers werden komplexe Regeln mit nur einem Klick aktiviert. „Es ist ganz leicht. Ich kann mit einem Klick auf das Panel sämtliche Lichter im Haus ausschalten“, freut sich Kindergartenleiterin Petra Bohnsack.

Doch der smarte Gebäuderegler bietet mehr als nur Komfort. „Dank der Lösung benötigen wir gerade einmal so viel Heizenergie wie ein Einfamilienhaus – und das bei circa 900 Quadratmetern Fläche. Bei der aufwändigen Lüftungsanlage konnten wir den Energieverbrauch im Vergleich zur Werkseinstellung um 80 Prozent senken“, konstatiert Strobel. Durch die genaue Messung und Visualisierung des Energieverbrauchs wurde die Effizienz des gesamten Gebäudes gesteigert. Die Kosteneinsparungen können jetzt an anderer Stelle investiert werden.


Bildquelle:  MyGekko/Ekon GmbH

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