Touchdisplay und Smartphone-Steuerung

Kohlegrill per App steuern

Der weltweit erste Kohlegrill mit Temperatursteuerung per Touchdisplay oder Smartphone kommt aus Niederösterreich. Erfinder Martin Unger erklärt, wie sein 'Activegrill' funktioniert.

  • Martin Unger und sein smarter Kohlegrill.

  • Dank Smartphone soll jetzt jeder Burger gelingen.

Kaum steigen die Temperaturen, zieht wieder Grillgeruch durch Vorgärten und Parks. Längst ist für ambitionierte Hobby-Griller hierbei Perfektion gefragt. Dabei helfen soll nun der weltweit erster Kohlegrill mit Touchscreen und Smartphone-Steuerung.

Der Niederösterreicher Martin Unger (43) hat mit seinem Unternehmen Infotronik einen Kohlegrill konstruiert, der über ein Touchdisplay am Grillgerät oder über eine App am Smartphone gesteuert und überwacht werden kann.

"Alle wichtigen Grillfunktionen und Temperaturen können über das am Grillgerät befindliche Touchdisplay oder über ein eigens entwickeltes App am Smartphone gesteuert werden", erklärt Martin Unger stolz und ergänzt: "Die Temperatureinstellungen sind von 80 bis 400 Grad einfach einzustellen und auf Knopfdruck kann zwischen direkter und indirekter Grillmethode gewählt werden." Weiterer Vorteil der Fernüberwachung: Sobald die gewünschte Temperatur erreicht wird, sendet das Smartphone einen Alarm.

Markteinführung nach dreijähriger Entwicklungszeit


Die Idee den "perfekten" Kohlegrill zu konstruieren entstand Unger, der selbst aus einer Gastronomie-Familie stammt, aus dem eigenen Bedarf heraus.  Dazu wurde in den letzten drei Jahren mit elektrischen Gebläsen und Klappen sowie mit verschiedenen Materialen wie Keramik und hochlegierten Stahl experimentiert. Der Durchbruch gelang mit der Entwicklung einer speziellen Vorrichtung - genannt "Heatflap" - die wie ein Ventil funktioniert und die benötigte Hitze exakt dosieren kann. Die zusätzliche Ausstattung des Grills mit einem Touchdisplay und einer Smartphone-Fernsteuerung war für den Elektronikexperten kein Problem und in kurzer Zeit erledigt.

In Summe hat Unger mit seinem Team mehr als 3.000 Arbeitsstunden und einen sechsstelligen Euro-Betrag in die Entwicklung des innovativen Grillgerätes investiert. "Im Vordergrund stand immer, einen perfekten Kohlegrill zu entwickeln und kein Billigprodukt", betont Unger. Besonderes Augenmerk wurde auch auf die Bedienbarkeit, die Wartung und einfache Reinigung sowie auf das Design gelegt. Der 'Activegrill' gehöre daher auch zu den hochpreisigen Grillgeräten. Je nach Ausstattung beträgt der Kaufpreis zwischen 5.800 und 7.400 Euro. Um den Verkauf anzukurbeln, sei man derzeit auf der Suche nach nationalen und internationalen Vertriebspartnern.

Mehr Informationen unter: www.activegrill.at

Bildquelle: Thinkstock

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