Flowdock

Kommunikationszentrale im Social Business

Social-Collaboration-Software ermöglicht einfache Kommunikation in Unternehmen. Doch wer mehrere Tools dieser Art einsetzt, hat schon wieder zu viele Kanäle zu bedienen.

Das Stichwort "Social Business" elektrisiert vor allen Dingen junge und moderne Unternehmen, die flache Hierarchien und unkomplizierte Kommunikation bevorzugen. Das Prinzip des offenen und direkten Austauschs ist in sehr viele Tools eingebaut, die von diesen Unternehmen für die alltägliche Arbeit genutzt werden.

Ein gutes Beispiel sind Webapps zum Projektmanagement wie etwa Asana oder Trello, aber auch Aufgabenplaner wie Wunderlist. Sie alle besitzen eine Möglichkeit, Projekte und Aufgaben direkt zu kommentieren und sich im Team darüber auszutauschen. Die jeweiligen Funktionen orientieren sich mehr oder weniger stark am Modell der sozialen Netzwerke.

Viele Nachrichtenströme

Solche Werkzeuge kommen an viele setzen gleich mehrere dieser Webapps ein. Nun entsteht ein völlig neues Problem: Die Mitarbeiter müssen die Kommunikation in verschiedenen Apps verfolgen. Gefragt ist also eine Lösung, die die verschiedenen Nachrichtenstränge integriert.

Diese Aufgabe erfüllt (unter anderem) der Webservice Flowdock. Er ist in erster Linie eine Kombination aus einem themenbezogenen Chat und einer entsprechenden Inbox mit einer eigenen E-Mail-Adresse. So könnte ein Unternehmen für jedes aktuelle Projekt, aber auch für jede Arbeitsgruppe einen eigenen "Flow" anlegen. Dies ist die Bezeichnung für ein bestimmtes Kommunikationsprofil.

Anschließend können Team- und Projektleiter Mitarbeiter zu diesem Profil einladen. Dadurch sind Chats aller Personen untereinander möglich. Die App kennt aber auch private Einzel-Chats. Jede Nachricht kann direkt kommentiert werden und stellt dies eingerückt dar. Der Chat unterstützt auch den Upload von Dateien, die ebenfalls kommentierbar sind. Das Ergebnis wirkt eher wie ein Thread in einem sozialen Netzwerk als wie ein Chat in einem Messenger.

Zu jedem Flow gehört neben dem Chat eine Team-Inbox, die über eine spezifische Mailadresse angesprochen werden kann. Wer diese Adresse hat, kann E-Mails und Dateien an sie schicken. Sie stehen nun jedem Mitarbeiter zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl an anderen Quellen. So können zum Beispiel Twitter-Accounts oder RSS-Feeds in die Inbox eingebunden werden.

Hohe Erweiterbarkeit

Außerdem können die Aktualisierungen einer Vielzahl von verschiedenen Kollaborations- und Projektmanagement-Apps in die Inbox eingefügt werden. Flowdock unterstützt Asana, Basecamp, Facebook-Seiten, Google Apps, Trello, UserVoice, ZenDesk  sowie eine Vielzahl an weiteren Tools, unter anderem für Monitoring, Continous Integration, Versionskontrolle und Deployment.

Mobile Apps für Android und iOS ermöglichen auch den Einsatz der Software im Home Office oder unterwegs. Der Dienst ist zudem vergleichsweise einfach erweiterbar, da er eine eigene API anbietet. Damit können alle Webservices integriert werden, die den Datenaustausch durch Registrierung mit einem API-Key unterstützen.

Weitere Webapps können integriert werden, wenn die Anwender von Flowdock den Automatisierungsdienst Zapier einsetzen. Er gibt den Zugriff auf mehr 300 bekannte SaaS-Anwendungen, die unter Umständen in Flowdock integriert werden können. Größere Unternehmen können die API außerdem einsetzen, um ihre eigenen Geschäftsanwendungen in das System zu integrieren.

Dadurch ist es recht einfach möglich, die Webapp als Ergänzung zu vorhandenen Apps und Services einzusetzen. Sie wird zu einer Kommunikationszentrale für Teams und Projekte, die auch unabhängig von den jeweiligen Services arbeitet. Flowdock fasst die verschiedenen Kommunikationsströme zusammen.

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

Link: Flowdock

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