15.08.2017 Automobilindustrie

Konsortium für Big Data und Edge Computing

Gestern gründete Ericsson gemeinsam mit Technologie- und Industriefirmen ein Konsortium für Big-Data-Analysen und Edge Computing in der Automobilindustrie.

Autonomes Fahren

Ein neues Konsortium soll autonomes Fahren weltweit voranbringen.

Gemeinsam mit der Denso, Intel, Nippon Telegraph and Telephone Corporation (NTT), NTT Docomo, Toyota Info Technology Center und Toyota Motor gründete Ericsson das neue „Automotive Edge Computing Consortium“. Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist es, eine Netz- und Recheninfrastruktur für den Datenaustausch mit vernetzten Fahrzeugen zu schaffen, heißt es. Dadurch sollen Funktionen wie intelligentes Fahren und die Erstellung von Echtzeitkartenmaterial möglich werden.

„Wir freuen uns, eine so breite Expertise im Konsortium vereinen können, um die Entwicklung von vernetzten Fahrzeugen voranzutreiben", erklärt Stefan Koetz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ericsson GmbH. „Denn die Digitalisierung im Automotive-Bereich bietet der ITK-Branche neue Umsatzpotentiale. Allein mit Connected Services sind bis 2026 rund 14,6 Milliarden Euro zusätzliche Umsätze in Deutschland möglich. Diesem Trend tragen wir mit unserem Engagement in verschiedenen Projekten wie dem neuen oder auch dem in Deutschland aktiven 5G-Connected-Mobility-Konsortium Rechnung."

Ausbau der Netz- und Recheninfrastrukturen

Das Automotive-Konsortium will sich zunächst auf eine optimierte Netzgestaltung mit erhöhten Netzkapazitäten durch Edge Computing konzentrieren. Auf diese Weise sollen große Datenmengen effizient zwischen Fahrzeugen und der Cloud übertragen werden. Weitere Ziele seien die Definition von Anforderungen und die Entwicklung von Anwendungsbeispielen für den Einsatz von mobilen Endgeräten im Fahrzeug. Darüber hinaus fördere man auch die Entwicklung von Best Practices für den Ansatz "Distributed/Layered Computing", bei dem u.a. die Rechenleistung dezentralisiert wird.

Das Datenvolumen, das zwischen Fahrzeugen und der Cloud übertragen wird, steigt Schätzungen zufolge bis zum Jahr 2025 auf zehn Exabytes pro Monat an. Das sind etwa 10.000 Mal mehr als heute. Dieser Trend erfordert laut Ericsson neue Architekturen für die Netz- und Recheninfrastruktur. Sie müssen verteilte Ressourcen und Speicherkapazitäten unterstützen und mit bestehenden lokalen und internationalen Standards kompatibel sein. Dafür kann die Zusammenarbeit von Industriepartnern eine wichtige Grundlage sein.

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