06.09.2017 Websitebutler: Full-Service-Anbieter für den Unternehmensauftritt

Künstliche Intelligenz kreiert Webseite

Von: Kathrin Zieblo

Wie das Berliner Start-up Websitebutler mithilfe von Künstlicher Intelligenz Unternehmen bei der Entwicklung einer Webseite unterstützt, berichtet Mitgründer Christian Pott im Interview.

Das Websitebutler-Gründerteam

Das Gründerteam von Websitebutler: Philipp Gohlke, Malte Sieb, Christian Pott, Hendrik Köhler (v.l.n.r.)

Herr Pott, welche Idee verbirgt sich hinter Websitebutler?
Christian Pott:
Wir wollen kleinen- und mittleren Unternehmen (KMU) helfen, sich professionell im Internet zu präsentieren – und das ohne großes Geld in die Hand zu nehmen oder viel Aufwand zu investieren. Websitebutler hat sich dazu auf die Entwicklung und Betreuung professioneller Webseiten spezialisiert.

Warum ist das Angebot gerade für kleine und mittelständische Unternehmen interessant?
Pott:
Weil der Bedarf nach unserer Lösung insbesondere bei KMU hoch ist und es bislang kein vergleichbares Angebot gibt. Viele KMU haben aktuell keine oder nur eine veraltete Webseite. Ohne einen professionellen Internetauftritt ist ein Unternehmen heutzutage aber praktisch unsichtbar. Gleichzeitig müssen sie die Kosten im Auge behalten und sind oft personell ausgelastet, wodurch wenig Zeit für die Seitenpflege bleibt. Mit unserer Lösung decken wir diesen Bedarf ab. Der Kunde bekommt günstig eine professionelle Webseite, bei der er sich um fast nichts kümmern muss. Wir sind eben der Butler für die Website.

Wie unterscheidet sich Ihr Angebot von anderen Anbietern wie Jimdo, Wix, Weebly?
Pott:
Wir bieten die Qualität und den Service einer sehr guten Agentur und das zu Preisen, die im Baukastensegment wettbewerbsfähig sind. Im Gegensatz zu Baukastensystemen gestaltet der Kunde bei uns seine Webseite jedoch nicht am Wochenende oder nach Feierabend selbst, sondern wir übernehmen das für ihn. Dabei fließen bei uns was Struktur, Design, Inhalt und Programmierung angeht die Erfahrungen aus mehr als 2.500 individuell erstellten B2B-Webseiten ein. Um den Kunden zu einem kleinen Preis eine professionelle Seite zur Verfügung zu stellen, kommt bei der Entwicklung auch eine von uns entwickelte Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz. Mit dieser sind wir in Deutschland einmalig.

Zu guter Letzt übernehmen wir für unsere Kunden auch die technische und inhaltliche Pflege und wechseln z.B. für den Gastronom die Speisekarte, für den Handwerker die Referenzen und im Beauty-Bereich die Styles und Preislisten aus. Der Kunde spart so Zeit und muss sich nicht erst mit der Technik der Seite auseinander setzen.

In welcher Form kommt Künstliche Intelligenz bei Websitebutler zum Einsatz?
Pott:
James, so nennen wir unsere KI, unterstützt den Kunden gleich zu Beginn durch die Entwicklung eines ersten Seitengerüsts, das wir im persönlichen Telefonat dann weiter individualisieren und anpassen. Anhand der Kundenangaben schlägt James beispielsweise vor, welche Seitenelemente am besten zu ihm und seiner Branche passen. Die Erfahrungswerte beruhen auf über 2.500 Webseiten, die wir bislang für Kunden aus über 80 Branchen entwickelt haben. Mit jeder Seite lernt James dazu. Lädt der Kunde sein Logo hoch, macht James beispielsweise einen Vorschlag für die bestmögliche Einbindung.

Worin besteht die Herausforderung bei der Verbindung von KI und Webdesign?
Pott:
Die Herausforderung besteht darin, kreative Prozesse zu automatisieren. Entscheidungen, die von Designern tagtäglich auf Basis ihrer Erfahrungen und ihrem Verständnis für Formen und Farben getroffen werden, müssen von der Software erkannt und angewandt werden. Wird z.B. ein Personenbild als Hintergrund genutzt, sollten die Gesichter nicht durch die Webseiten-Elemente überdeckt werden. In diesem Fall muss die KI also über eine Gesichtserkennung verfügen. Ein anderes Beispiel betrifft die Einbindung von Logos. Ein kantiges Logo sollte nicht mit einem rundlichen Design, eine filigrane Linienführung in der Corporate Identity nicht mit dicken Schriften und Rahmen kombiniert werden. Was Menschen und vor allem Designer intuitiv wissen, lernt die KI und wendet dieses Wissen dann an.

Wie werden sich Ihrer Meinung nach die Einsatzmöglichkeiten von KI in Zukunft gestalten?
Pott:
KI wird immer stärker für unterschiedliche Industriezweige genutzt werden. Bereits jetzt nutzen viele Menschen fast täglich KI, etwa bei der Websuche. Durch steigende Rechenleistung und Fortschritt in der Wissenschaft sind aber auch weitere Aufgaben, von denen man es noch vor kurzer Zeit nicht gedacht hätte, automatisierbar. KI wird daher nach und nach nicht nur Routine-Aufgaben übernehmen, sondern auch Einzug in kreative oder organisatorische Tätigkeiten halten und auch noch weit darüber hinaus gehen.

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