Online Modeshops kombinieren mobile Webseite und App

Kundenbindung über mehrere Vertriebskanäle

Interview mit Andrea Anderheggen, Gründer und Geschäftsführer der Shopgate GmbH, über die Wichtigkeit mobiler Seiten und nativer Apps, warum Tablets für die Modebranche so wichtig sind und über Erfolgsgeheimnisse beim Bestellprozess

„Die Modebranche entdeckt zu­nehmend das iPad und die Android-Tablets als zentrale Verkaufskanäle“, so Andrea Anderheggen von der Shopgate GmbH.

Welche aktuellen Tendenzen beim mobilen Shopping beobachten Sie?
Andrea Anderheggen:
Die Tendenz geht in Richtung „Professionalisierung“. Das betrifft insbesondere die Beurteilung der Plattformen sowie des Themas „Mobile Shopping“ generell. Während vor kurzem viele Onlinehändler mobile Webseiten gegenüber nativen Apps präferiert haben, entdecken zunehmend mehr Händler, dass sich beide ergänzen: Mobile Webseiten konvertieren den mobilen Traffic optimal, während native Apps – einmal installiert – als Kundenbindungsinstrument eingesetzt werden können und daher den individuellen Kundenumsatz steigern.

Welche Variante ist für welchen Händler die richtige Entscheidung?
Anderheggen:
Das ist keine Entweder-oder-Entscheidung. Die mit Abstand erfolgreichste Strategie besteht immer darin, beide Varianten zu kombinieren. Mobile Webseiten konvertieren Besuche optimal in Umsatz und machen den Kunden sehr gezielt auf Apps aufmerksam. Apps funktionieren dagegen als Kundenbindungsinstrumente, ähnlich wie Kundenkarten in der Brieftasche. Mit Apps kann ein Händler ganz einfach den „Wert“ seiner Kunden erhöhen. Die mobilen Webseiten bilden dabei das Fundament dieses Erfolges.

Welche Besonderheiten gelten für die Modebranche?
Anderheggen:
Die Modebranche entdeckt zunehmend das iPad und die Android-Tablets als zentrale Verkaufskanäle. Denn die Tablets eignen sich hervorragend für Bilder. Bilder sind in der Modebranche kaufentscheidend, mehr als in jeder anderen Branche. Sie bestimmen den Kaufimpuls. Wenn dieser einmal da ist, geht es anschließend um die Bestellabwicklung und das Bezahlen über die mobilen Geräte. Das Erfolgsgeheimnis einer hohen Conversion Rate liegt hier in der Einfachheit. Es muss so einfach sein, dass der Kunde den Bestellprozess als solchen fast nicht mehr wahrnimmt.

Welche Möglichkeiten gibt es für diese Branche, den stationären Handel mit der mobilen Welt zu verknüpfen?
Anderheggen:
Hier wurde schon sehr viel experimentiert. Wichtig ist dabei, dass Händler nicht technikverliebt bleiben, sondern einen echten Mehrwert für den Kunden schaffen. Dieser ergibt sich durch ganz einfache Vorteile: Geld sparen, Geschwindigkeit, Kundenberatung zu den neusten Trends und Entertainment. Diese Vorteile können Shopanbieter schaffen, indem sie beispielsweise mobile Gutscheine oder Sonderangebote direkt per Push-Nachrichten versenden oder in einem engen Kontext über perfekt funktionierende QR-Codes plazieren. Spezielle Angebote an einem bestimmten, dafür geeigneten Ort über Location-based Services können auch sehr gut funktionieren.

5 Tipps für mobile Modeshops

  • Modernes und trendiges App-Design
  • Produkthighlights in den Apps anpassen: So hat jeder Kunde die besten Artikel im Blick.
  • Mit Push-Nachrichten den Kunden direkt erreichen und über Neues oder Sales informieren.
  • Liveshopping mit aktuellen Deals und Aktionen starten.
  • App mit Social Media verlinken und Kunden über Social Media
  • auf dem Laufenden halten, z. B. via Instagram oder Facebook.


www.shopgate.com

©2026Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok