Nachgefragt bei Dennis Paul, Mdex

LTE-Technik im Kommen

Die M2M-Technik zieht langsam, aber sicher in alle Branchen ein. Dazu ein Interview mit Dipl.-Inf. Dennis Paul, Bereichsleiter für M2M-Projekte bei Mdex-

„Wir empfehlen dringend eine redundante Datenverbindung einzusetzen“, so Dennis Paul, Bereichsleiter für M2M-Projekte bei Mdex.

Herr Paul, für welche Branchen bzw. Unternehmensbereiche ist M2M besonders interessant/relevant und warum?
Dennis Paul:
Die M2M-Technik zieht langsam, aber sicher in alle Branchen ein. Die Mdex GmbH hat z.B. Kunden aus der Automobilbranche, Telematik, Sicherheit (z.B. Videoüberwachung), Verkehrswesen und Energie (Smart-Metering).

Welche Anforderungen müssen die Unternehmen erfüllen, um auf M2M setzen zu können?
Paul:
Es sind keine besonderen Anforderungen nötig.

Mit welchem Aufwand (zeitlich, personell, kostentechnisch) sind M2M-Projekte verbunden?
Paul:
Wir raten unbedingt zum Einbezug eines auf M2M spezialisierten Unternehmens. Ohne das nötige Know-how können solche Projekte sehr langwierig und teuer werden – ohne Garantie auf Erfolg. Kunden, die anfangs nur einzelne Elemente bestellen, kommen nicht selten nach einiger Zeit auf uns zurück, um dann doch das gesamte Projekt von uns realisieren zu lassen.

Wie können die Unternehmen die Kosten im Blick behalten, wenn die Kommunikation der Geräte/Maschinen/Automaten etc. über das Internet bzw. das Mobilfunknetz läuft – teilweise auch über Ländergrenzen hinweg? Welche Tarifmodelle sind im M2M-Bereich üblich?
Paul:
Es kommen spezielle M2M-SIM-Karten zum Einsatz. Sie verfügen über Automatismen, um den Kunden vor zu hohen Kosten zu schützen. Tarifmodelle beginnen mit wenigen Megabytes im Monat bis hin zu vielen Gigabytes. Üblich sind jedoch 30 bis 300 Megabytes.

Wie unterscheiden sich M2M-SIM-Karten von den „normalen“ SIM-Karten?
Paul:
Durch die bereits genannten Automatismen zur Kostenkontrolle.

Wie kann eine sichere Übertragung der Daten gewährleistet werden (Stichwort: Datenschutz)?
Paul:
Durch Datenverschlüsselung mittels VPN-Technologie und durch den Betrieb der Server in zertifizierten Einrichtungen. Wir verfügen beispielsweise über das ULD-Siegel des Datenschutzes.

Was geschieht bei Störungen der Mobilfunk-/Internetverbindung? Welche weiteren Probleme können auftreten?
Paul:
Wir empfehlen dringend eine redundante Datenverbindung einzusetzen, d.h. alle Verbindungen sind doppelt vorhanden. Fällt eine Verbindung aus, springt automatisch die andere ein und übernimmt den Datentransport.

In welchen Bereichen würden sich eher Übertragungstechnologien wie RFID oder Bluetooth eignen?
Paul:
Immer dann, wenn nur kurze Distanzen von einigen Zentimetern bis zu wenigen Metern überwunden werden sollen.

Was werden Ihrer Meinung nach die nächsten Entwicklungsschritte im Bereich „M2M“ sein?
Paul:
Die bisher noch recht selten eingesetzte LTE-Technik im Mobilfunk wird durch die immer besser werdende Netzverfügbarkeit eine deutlich steigende Rolle im M2M-Bereich einnehmen.




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