Dank Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) wird bei Pfannenberg die Fernüberwachung der Kühlgeräte möglich.
Schaltschränke, die sensiblen Steuerungszentralen ganzer Produktionsprozesse, brauchen optimale Bedingungen, um zuverlässig arbeiten zu können. Schwankt die Temperatur in ihrem Umfeld, werden sie stark in Mitleidenschaft gezogen. Wird es beispielsweise zehn Grad wärmer, reduziert sich die Lebensdauer der verbauten Halbleiter um die Hälfte, selbst Totalausfälle sind nicht ungewöhnlich – mit teuren Folgen durch Maschinenschäden oder komplette Produktionsausfälle. Um das zu vermeiden, setzen Unternehmen Kühlgeräte ein. Pfannenberg, seit 1954 Spezialist für Schaltschrankklimatisierung, Rückkühlanlagen und Signaltechnologie, erprobt nun mit seinen Klimalösungen aus der eCool-X-Serie eine Technik, die Maschinen mit der Cloud zu vernetzen. Nutzer können die Geräte damit aus der Ferne überwachen oder sie direkt in die Automatisierungssysteme vor Ort integrieren.
Die zugrunde liegende Technik beruht auf Machine-to-Machine-Kommunikation. Pfannenberg verbaut in jedes Kühlgerät ein Mobilfunkmodul inklusive SIM-Karte, über das es mit einer Online-Plattform kommuniziert. Verbunden mit der Maschinensteuerung sammelt diese Schnittstelle via Modbus Informationen von Sensoren – etwa zu Innen- und Außentemperatur des Schaltschranks oder der Drehzahl der Lüfter. Anschließend gibt das Gateway die Daten TLS-verschlüsselt an die „Cloud der Dinge“ weiter, eine auch mobil abrufbare Management-Plattform der Deutschen Telekom. Dort werden die Daten gesammelt, verwaltet und überwacht. Der Schutz der Informationen nach deutschem Datenschutz ist garantiert, da sie in den zertifizierten, deutschen Rechenzentren der Telekom gespeichert werden.
Die „Cloud der Dinge“ wertet Zustands-, Diagnose- und Alarmzustände der Klimatisierungsanlage selbstständig aus und visualisiert sie übersichtlich. Sobald die Werte vorher festgelegte Schwellen überschreiten, alarmiert das System eine definierte Person. Dadurch lassen sich die Anlagen mit geringerem Aufwand als bisher überwachen – auch wenn niemand vor Ort ist. „Die automatische Alarmbenachrichtigung garantiert, dass kritische Betriebszustände sofort erkannt werden, noch bevor es zu Problemen durch zu hohe Temperaturen oder zum Ausfall einer Anlage kommen kann“, erklärt Nils-Peter Halm, CTO bei Pfannenberg. „Dadurch sind unsere Kunden vor teuren Produktionsausfällen geschützt.“
Sammelt die „Cloud der Dinge“ die Daten über einen längeren Zeitraum, kann sie Rückschlüsse über die thermische Belastung des zugehörigen Schaltschranks ziehen. Nutzer modifizieren dann die Einstellungen entsprechend, um sie den Anforderungen anzupassen. Zusätzlich können die Anwender Muster erkennen, die Voraussagen auf den Verschleiß der Maschine zulassen – ein erster Schritt hin zur vorausschauenden Wartung, der sogenannten „Predictive Maintenance“. Um den Zustand einer Maschine zu prüfen, kommen Techniker nicht mehr zu statisch festgelegten Zeitpunkten vorbei, sondern nur noch dann, wenn es wirklich nötig ist. Das spart Zeit und Kosten.
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Auf Wunsch lassen sich die Klimatisierungslösungen auch per API-Schnittstelle in die vollständig automatisierten Maschinen- und Prozessabläufe vor Ort einbinden und dezentral steuern. Diese Vernetzung sorgt für einen höheren Automatisierungsgrad, da die Systeme selbstständig auf Warnungen reagieren und die Kühlleistung bedarfsgerecht regeln.
Pfannenberg
Als mittelständisches Unternehmen der Elektrotechnik ist Pfannenberg weltweit mit seinen Lösungen überall dort präsent, wo es um die Sicherheit von Mensch, Maschine und Umwelt geht. Das Produktspektrum beinhaltet Komponenten bis hin zur Systemlösung für die Schaltschrankklimatisierung sowie optische und akustische Warn- und Notsignale. Kundenspezifische Lösungen sind eine weitere Stärke des Mittelständlers.
Wann lohnt sich die Vernetzung?
Anlagen und Maschinen in der Cloud zu bündeln und zu digitalisieren ist ein wichtiger Schritt, wenn man ...
... die Effizienz des Unternehmens steigern will: Maschinelle Abläufe werden zentralisiert, rationalisiert und automatisiert, bei sinkender Fehlerquote und in kürzester Zeit.
... eine Entscheidungshilfe benötigt: Enorme Datenmengen werden gebündelt und analysiert. Dies ermöglicht exakte Vorhersagen und fundierte Entscheidungen.
... Informationen gewinnen will: Mit der „Cloud der Dinge“ kann man wertvolle Informationen erfassen und Daten in unternehmerische Intelligenz verwandeln.
... Profitabel wirtschaften will: Man spart nicht nur Wartungs- und Personalkosten, sondern vermeidet auch teure Ausfälle und unnötige Materialkosten.
Bildquelle: Pfannenberg