Android 6.0 und Enterprise Mobility Management (EMM)
Marshmallow-Update: Neue Funktionen für Unternehmen
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Mit aktuellen Updates zieht Android 6.0 mit den Verbesserungen in iOS9 gleich oder setzt ihnen sogar innovative Features entgegen. Das ist auch für Unternehmen spannend, denn die neuen Funktionen der Android-for-Work-Plattform bieten professionellen Anwendern Möglichkeiten, ihre digitale Infrastruktur zu verbessern.
Zu den interessanten Neuerungen von Android 6.0 "Marshmellow" für Unternehmen zählen:
Unternehmensgeräte, die einen bestimmten Zweck erfüllen sollen (auch als Corporate-owned, single-use = COSU bezeichnet), beispielsweise Kioske oder digitale Beschilderungen, können dadurch jetzt noch einfacher über Tastatur, Statusbar oder Safe-Boot-Optionen kontrolliert und ein- und ausgeschaltet werden. Angesichts der Verfügbarkeit und Preisstruktur von Android verwundert es nicht, dass einige Hersteller bereits jetzt maßgeschneiderte Point-Of-Sale-Geräte auf Android-Basis anbieten, die für viele Unternehmen eine günstige Alternative zu herkömmlichen Lösungen sein können.
Ähnliche Kostenvorteile entstehen durch das neue Tracking des Datenverbrauches. Damit haben Unternehmen nun die Möglichkeit, das Volumen der von Apps auf Unternehmensgeräten generierten Datenmenge zu kontrollieren. Falls beispielsweise ein Mitarbeiter die Kosten in die Höhe treibt, indem er unterwegs Videos über die Unternehmensverbindung streamt, kann die IT die Quelle identifizieren und die wahlweise den Datenverbrauch des gesamten Gerätes limitieren oder auch gezielt die Nutzung besonders datenhungriger Anwendungen einschränken. „Durch diesen granularen Ansatz können auch Geräte von Mitarbeitern, die in die Unternehmensinfrastruktur eingebettet sind, gemäß der internen Nutzungsrichtlinien eingerichtet werden", erklärt Soti Gründer und CEO Carl Rodrigues. Der EMM-Spezialist weisst darauf hin, dass Administratoren gezielt die Nutzung arbeitsbezogener Anwendungen rückverfolgen können, ohne in das gesamte Gerät einzugreifen.
Was bedeutet Android Marshmallow für die Sicherheit?
Der Scan des Fingerabdruckes ist eines der offensichtlichsten Sicherheitsupdates. Aber das ist nur der an der Oberfläche sichtbare Teil; tatsächlich ist das ein entscheidender Schritt hin zu einer Standardisierung und verbesserten Zugriffssicherheit für Android. Vorherige Versionen des Betriebssystems gaben Unternehmen die Möglichkeit, eigene Fingerabdruckdatenbanken aufzubauen. Das kann allerdings zu einem erheblichen Sicherheitsrisiko führen, wie der Diebstahl von 5,6 Millionen Fingerabdruckdaten im Weißen Haus gezeigt hat. „Da die Daten jetzt von Google verwaltet werden, ist davon auszugehen, dass die betroffenen Geräte jetzt deutlich besser geschützt sind als durch die traditionelle Sicherung via Passwort", meint Carl Rodrigues.
Anlässlich aktueller Hacks des App Stores, wie beispielsweise mit der „Brain Test“-Malware, ist es ein wichtiges Signal, dass Android die Möglichkeit anbietet, Software ohne Nutzerinteraktion aufzuspielen. IT-Abteilungen können auf diese Weise Anwendungen auf Unternehmensgeräten installieren und deinstallieren, und so schnell von einer zentralen Stelle aus auf verschiedenste Probleme in Apps oder Entwicklungsumgebungen reagieren.
Ein weiteres zentrales Sicherheitsfeature von Android Marshmallow ist die Kontrolle über Anwendungsberechtigungen. Sowohl für Unternehmen als auch User ist Datenschutz ein wichtiges Thema – und darum ist ein Feature, mit dem genau festgelegt werden kann, auf welche Teile eines Geräts eine Anwendung zugreifen darf, ein riesiger Fortschritt. Ähnlich wie die Anwendungen selber können auch die Anwendungsberechtigungen unbemerkt vom User durch die IT-Verantwortlichen auf den Geräten ausgespielt werden – und damit Mitarbeitern das Leben und den Umgang mit Daten erleichtern.
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