Registrierungspflicht für Drohnen hilfreich

Mehr Bußgelder gegen Drohnenbesitzer

Drohnen am Himmel sind keine Seltenheit mehr. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Privatshäre, sondern auch auf die Sicherheit – im Luftraum aber auch für die Bevölkerung. Die Zahl der verhängten Bußgelder gegen Drohnenbesitzer steigt.

Drohne

Die Zahl der verhängten Bußgelder aufgrund von Ordnungswidrigkeiten steigt an.

Immer häufiger kommen Drohnen im privaten oder gewerblichen Bereich zum Einsatz. Foto- und Filmaufnahmen aus der Luft sind beispielsweise bei TV-Produktionen beliebt, bei Großveranstaltungen werden sie diese für Notfalleinsätze genutzt. Auch die Überwachung von weitläufigen Betriebsanlangen wird auf diese Weise ermöglicht. Ganz zu schweigen von dem Paket auslieferndem Miniflieger.

Auflagen über die Verwendung der Drohnen gibt es zwar, die meisten Drohnenbesitzer kennen diese jedoch nicht. Dadurch ist die Zahl der Verstöße groß und es werden mehr. Das zeigt sich unter anderem dadurch, dass die Zahl der Beschwerden zugenommen hat. Hier geht es nicht nur um Verletzungen der Privatsphäre – schließlich lassen sich so ganz einfach beispielsweise die Nachbarn ausspionieren. Bedenklich sind die willkürlich gesteuerten Drohnen auch aus Sicht der Flugsicherheit. Nicht selten sind diese Flugzeugen schon gefährlich Nahe gekommen.

Cornelia Cramer, Sprecherin des Luftfahrtbundesamtes (LBA), sagte: „Bis Ende 2015 lagen dem LBA aus den vorausgegangenen Jahren von deutschen Luftfahrtunternehmen insgesamt sieben Störungsmeldungen vor“. Das LBA ist die zentrale Meldestelle für Störungen im gewerblichen Luftverkehr.

Registrierungspflicht für Drohnen

Die zuständigen Behörden hatten bislang nur wenige Möglichkeiten Bußgelder für Ordnungswidrigkeiten zu verhängen. Das lag unter anderem an einer fehlenden Registrierungspflicht der Drohnenbesitzer für ihre Geräte.

Aufgrund der steigenden Anzahl an Verstößen hat nun die zuständige Behörde in Niedersachsen die Initiative ergriffen. Viele Drohnenbesitzer stellen ihre Werke online. Durch die Online gestellten Videos und Bilder können die Besitzer identifiziert und Geldstrafen verhängt werden. Diese können mitunter sehr hoch ausfallen: „Zwischen 300 und 450 Euro können fällig werden, wobei Bußgelder sogar bis zu 50.000 Euro möglich wären", weiß Rechtsanwalt Christian Solmecke zu berichten. Eine Registrierungspflicht könnte nicht nur die Arbeit der Behörden erleichtern, sondern auch zu einer besseren Aufklärung der Besitzer führen.


Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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