"Office Mobile" auf dem iPhone
Welch ein Traum: Ein originales Microsoft Office für iPhone und iPad, mit dem sich alle Office-Dokumente nicht nur ohne Formatverlust öffnen, sondern auch komfortabel bearbeiten lassen. Und jetzt die Realität: Bis vor wenigen Tagen gab gar nichts, jetzt gibt es einen sehr, sehr zögerlichen Beginn.
Es ist zwar richtig, dass Microsoft jetzt eine eigene Office-App für iOS auf den Markt bringt. Doch der Einsatzbereich ist denkbar klein: Es handelt sich nicht um eine “echte” Office-App, sondern lediglich um eine kostenlose Schnittstelle zum Service “Office 365”. Wer die App will, muss vorher ein nicht mehr kostenloses Abonnement des Cloud-Office von Microsoft nutzen.
Außerdem gibt es zurzeit nur eine Version für iPhone und iPod, eine an die Display-Größen der iPads angepasste Version soll erst noch folgen. Die potentielle Nutzerschar ist im Moment also stark eingeschränkt. Zwar gilt Office 365 als erfolgreiches Produkt, vor allem in der Kombination mit einem stationären Office 2013. Doch Millionen Downloads sind nicht zu erwarten.
Die App nennt sich “Office Mobile” und erlaubt das Öffnen von Dokumenten für Word, Excel und PowerPoint. Bearbeiten können die Nutzer aber nur Word-Dokumente und Excel-Tabellen und das auch nicht in vollem Umfang. Die Dokumente kommen via E-Mail oder aus der Cloud (Sharepoint Online oder SkyDrive) in die App.
Im Moment ist die App lediglich im US-Appstore verfügbar, eine deutsche Version soll aber noch diese Woche ausgeliefert werden. Das US-Blog Mashable hat die App einfach mal installiert und ein interessantes Hands-On-Video produziert. Außerdem gibt das Blog ein paar Hintergrundinfos zu Design und Usability der App.
Ansonsten wird das iPhone-Office äußerst kritisch diskutiert, was man auch ohne hellseherische Fähigkeiten vorhersagen konnte. Die InfoWorld findet “Office Mobile“ bemitleidenswert schlecht und TechCrunch vermutet, dass jetzt noch weniger Leute ein Surface kaufen werden. Und Wired fragt sich, ob das Erscheinen des mobilen Office überhaupt etwas ausmacht.
Bildquelle: Microsoft