Das Microsoft Surface Book
Das Microsoft Surface Pro 4
Das Microsoft Lumia 950
Die große Überraschung auf dem Microsoft-Event waren nicht die drei Lumias und auch nichts das bereits erwartete, verbesserte Surface Pro 4. Die größte Überraschung war ein hervorragend ausgerüstetes, sehr edel wirkendes Hybrid-Notebook mit Touchscreen.
Hybrid-Gerät Surface Book
Das Surface Book ist im Unterschied zum Surface Pro 4 ein echtes Convertible-Notebook. Es beststeht aus einem 13,5-Zoll-Touchscreen mit 3000 × 2000 Pixeln und einer Tastatureinheit, die im Normalfall wie ein Notebook verbunden und zusammengeklappt sind.
Der Touchscreen kann aber auch abgetrennt und als Tablet eingesetzt werden. Darüber hinaus ist er auch umgedreht anzustecken war, so dass er unproblematisch mitgenommen werden kann. Der Surface Pen arbeitet übrigens auch mit diesem Gerät zusammen und wird direkt mitgeliefert.
Das Surface Book hat die für diese Geräteklasse typischen Leistungsdaten: Es besitzt einen Intel-Skylake-Prozessor (Core i5 oder i7) und eine NVIDIA-GeForce-Grafikeinheit. Statt einer Festplatte gibt es eine SSD-Speicherlösung (128, 256, 512 GB) sowie USB 3.0 Anschlüsse und einen SD-Card-Einschub.
Die Akkulaufzeit soll laut Herstellerangabe bei 12 Stunden betragen. Die Produkte werden ab dem 26. Oktober ausgeliefert, sind aber sofort vorstellbar. Ein Preis in Euro gibt es noch nicht, aber er dürfte sich relativ leicht aus den 1499 Dollar für das Basismodell ergeben. Dieses wird mit i5 und acht GB RAM ausgeliefert. Das Topmodell mit i7 und 16 GB RAM kostet dann schon 2700 Dollar.
Microsoft bietet damit ein Flaggschiff-Notebook, das keinen Vergleich scheuen muss - weder mit den Spitzengeräten der klassischen PC-Hersteller noch mit Apples Macbooks. Im Moment markiert es sogar mehr oder weniger deutlich den Olymp der Convertibles. Allerdings folgen in den nächsten Wochen die Neuvorstellungen der PC-Hersteller, so dass die Spitzenposition möglicherweise angefochten wird.
Allerdings richtet sich das Surface Book nicht unbedingt an den typischen Privatanwender, der meist kostengünstigere Geräte bevorzugt. Es zeigt aber, was im Moment technisch möglich ist und wie viel Technik inklusive der Umklapp/Abdock-Mechanik in gut 1,6 Kilo Gesamtgewicht zu verpacken ist.
Daneben überzeugt das Gerät durch interessante Details: So ist der Grafikprozessor in der Tastatureinheit verbaut. Dadurch arbeitet die Tablet-Einheit im abgedockten Zustand stromsparend. Das Gesamtgerät ist aber durchaus für Spiele geeignet.
Lumia und Surface Pro
Auf der Präsentation stellte Microsoft auch das neue Surface Pro 4 vor, das wie erwartet dünner, leichter und sogar etwas größer geworden ist: Das Display hat jetzt 12,3 Zoll. Wie immer ist das Gerät äußerst hochwertig und wird ähnlich wie das Surface Book mit Skylake-Prozessoren ausgestattet.
Auch für das neue Surface Pro gibt es einen speziellen Stylus, derselbe wie beim Surface Book. Bei beiden Geräten wird jetzt der neue Surface Pen mit 1024 Druckstufen und OneNote-Button mit Radiergummifunktion. Daneben gibt es auch ein neues Type Cover mit verbesserten Tasten und eine überarbeitete Dockingstation.
Wie das Hybrid-Notebook kann auch das Surface Pro 4 vorbestellt werden und wird ab dem 26. Oktober ausgeliefert. Die drei neuen Lumias (950, 950 XL, 550) sind aber erst später verfügbar: Die 950er ab November und das 550 im Dezember.
Interessant für Einsteiger ist das Lumia 550, das zu Preisen ab 139 €in den Handel kommen soll. Es besitzt ein 4,7-Zoll-Display und einen günstigen Snapdragon-Prozessor. Das Gerät nutzt zwar Windows 10, bietet aber nicht den vollständigen Funktionsumfang der Highend-Lumias 950 und 950 XL. So fehlt bei dem 550er Windows Continuum, das einen Betrieb des Smartphones als Desktoprechner ermöglicht.
Das wiederum ist eine der zahlreichen sehr interessanten Möglichkeiten der beiden Spitzenmodelle. Sie sind im Grunde die kleinsten verfügbaren Windows-Geräte mit allen Möglichkeiten des neuen Betriebssystems. Die Kamera ist übrigens eine PureView-Cam mit 20 Megapixel, optischer Bildstabilisierung und Dreifach-Blitz, der eine besondere Farbtreue verspricht.
Das kleinere Lumia 950 (5,2 Zoll) hat einen Snapdragon 808 mit sechs Kernen, dass größere 950 XL (5,7 Zoll) gegen den Octacore Snapdragon 810. Damit verbaut Microsoft einige der zur Zeit schnellsten Mobilprozessoren. Hier wird echte Leistung gebracht, weswegen die beiden Prozessoren eine Flüssigkühlung besitzen. Wie Microsoft diese technische Hürde bewältigt hat, ist bisher noch unbekannt.
Bildquelle: Microsoft