„Android-Geräte sind aufgrund der Softwarestruktur nicht zu 100 Prozent für HTML5-Apps ausgelegt – Animationen können auf leistungsschwachen Geräten deshalb zu Rucklern führen", erklärt Sebstian Galla, Geschäftsführer der Appkind GmbH.
Egal ob Restaurant, Fahrschule oder Anwaltskanzlei – der Anbieter verspricht branchenspezifisch zugeschnittene mobile Lösungen.
Herr Galla, welches Geschäftsmodell betreiben Sie und wie heben Sie sich damit vom Wettbewerb ab?
Sebastian Galla: Viele Agenturen können Apps programmieren. Jedoch bieten sich die meisten mobilen Anwendungen in der Regel nicht für Mittelständler, kleine Unternehmen, Blogger oder Vereine an. Hier setzen wir an und stellen mit Appkind eine mobile App zur Verfügung, mit der sich jeder Interessierte in die mobile Kundenkommunikation einklinken kann.
Gerade für den Mittelstand geht ein Investitionsvolumen für die herkömmliche App-Entwicklung von 10.000 Euro und mehr oft einher mit dem kompletten Verzicht auf die Umsetzung einer mobilen Vertriebsstrategie. Wir haben deshalb ein Abonnementmodell entwickelt, mit dem sich selbst Kleinstunternehmen in die mobile Kundenansprache per App einklinken können. Für 99 Euro pro Monat konzipieren, implementieren und hosten wir mobile Anwendungen auf Basis von branchenspezifisch designten Modulen für faktisch jeden Einsatzbereich, sei es die Rechtsanwaltskanzlei Müller, der Gastronom Mayer oder die Fahrschule Schulze.
Welche konkreten Vorteile bietet Ihre mobile Lösung für die genannten Anwender?
Galla: Wer als kleines oder mittelständisches Unternehmen neue Vertriebsmöglichkeiten im mobilen Zeitalter nutzen will, erhält mit unseren Tools eine branchenspezifisch zugeschnittene Lösung an die Hand, die in nahezu jedes IT-Budget passen sollte. Ein Restaurant kann beispielsweise Speisekarten und Angebote veröffentlichen, Reservierungen annehmen oder über spezielle Events informieren. Ein Einzelhändler kann Gutscheincodes streuen und über das Angebot der Woche berichten.
Für jedes Unternehmen gibt es also verschiedene Möglichkeiten, Apps sinnvoll und geschäftsfördernd einzusetzen. Das ist besonders für regional operierende Unternehmen spannend – aber auch für Blogger oder Dienstleister ohne lokalen Bezug.
Warum sollte ein Unternehmen bei der Planung und Realisierung der eigenen App auf Ihr Unternehmen vertrauen?
Galla: Die mobile Applikation wird innerhalb weniger Tage erstellt und ist dazu kostengünstig. Der Kunde muss sich konzeptionell keine großartigen Gedanken machen, denn unsere Mitarbeiter holen ihn bereits bei der Bestellung ab und begleiten ihn im kompletten Erstellungsprozess. Alle Prozesse sind transparent und werden von uns durchgeführt. Der Kunde erhält als Endprodukt eine individualisierte mobile Anwendung in seinem Design und mit seinen spezifischen Inhalten in einer von uns definierten Struktur. Dieser Full-Service-Ansatz soll für jeden Unternehmer eine Erleichterung sein.
Sie sprachen von einem „kostengünstigen“ Service – mit welchen Entwicklungskosten müssen interessierte Unternehmen insgesamt rechnen?
Galla: Neben der bereits genannten monatlichen Pauschale – bei einer 24 monatigen Vertragslaufzeit – müssen Unternehmen einmalig 500 Euro für die Einrichtungskosten im Investitionsbudget einplanen. Preiswerter gestaltet sich nur sogenannte Baukastensysteme, die allerdings wesentlich beschränkter in ihrem Umfang sind. Für anspruchsvolle Kunden bieten wir darüber hinaus erweiterte Funktionen und Features gegen Aufpreis an – das können etwa mobile Spiele oder unternehmensspezifische Tools wie Produktkonfiguratoren sein.
Auf welchen technischen Unterbau sollten Unternehmen bei einer eigenen App achten? Sollten sie lieber auf HTML5 oder auf native Apps setzen?
Galla: Leider sind Android-Geräte aufgrund der Softwarestruktur nicht zu 100 Prozent für HTML5-Apps ausgelegt. Animationen können auf leistungsschwachen Geräten zu „Rucklern“ führen. Anderseits ermöglichen HTML5-Apps eine Anbindung an Webservices und eine kostengünstigere Programmierung. Wir haben uns für eine Hybridlösung entschieden, um die Vorteile beider Technologien zu nutzen.
Was sind in Ihren Augen die Trends im mobilen Sektor?
Galla: Das mobile Erlebnis wird wieder lokaler und personalisierter – Stichwort „Location-based Services“.
Also weg von den Massen an Apps, die kaum jemand nutzt. Dafür hin zu vielen kleinen Anwendungen, die Nutzer im Alltag begleiten und die Leistungen zur Verfügung stellen, die gerade benötigt werden. So bleibt das Smartphone das digitale „Schweizer Taschenmesser“ und verkommt nicht zu einem stumpfen Spielzeug, das kaum Mehrwert stiftet.