Für die Sommer-Events gewappnet

Mit dem Smartphone sicher durch die Festival-Saison

Der Sommer ist da, die Festival-Saison hat begonnen – und meist immer mit dabei ist das Smartphone. Damit das mobile Endgerät die Festival-Saison unbeschadet übersteht, gibt’s hier ein paar nützliche Infos und Tipps...

Musikfestival

Smartphones sind treue Begleiter auf Musikfestivals - doch wie überleben sie die Strapazen?

Die Besucher des Rock-am-Ring-Festivals in Mendig am ersten Juni-Wochenende 2016 hat es nicht so gut getroffen. Schwere Unwetter zogen über das Gelände hinweg und bei einem Blitzanschlag am ersten Festival-Tag wurden zahlreiche Personen verletzt. Die Shows wurden daraufhin unterbrochen – und am nächsten Tag gab es einige Verzögerungen im Spielplan. Der dritte und letzte Festivaltag wurde schließlich aus Sicherheitsgründen komplett abgesagt. Einerseits verständlich, andererseits auch sehr ärgerlich für all jene, die so viel Geld investiert haben, um letztlich nur eine Handvoll Bands sehen zu können.

Ihren Unmut verbreiteten die Fans per Smartphone & Co. unverzüglich in den sozialen Medien wie Facebook und Twitter, zeigten bisweilen aber auch Verständnis für die Entscheidung, Rock am Ring aufgrund der Unwetter abzublasen. Von Besuchern auf Youtube hochgeladene Videos (RaR-Video 1, RaR-Video 2) – direkt vom Event-Gelände – verdeutlichen, welche Zustände an jenem Wochenende in Mendig herrschten. Zugleich wurden die sozialen Medien aber auch dazu genutzt, um den Lieben daheim rasch mitzuteilen: „Uns geht es gut, uns ist nichts passiert!“

Massiver Mobilfunknetzausbau


Damit jeder auf solch einem großen Festival wie Rock am Ring mit über 90.000 Besuchern überhaupt einwandfrei telefonieren, auf Facebook surfen, SMS verschicken oder „whatsappen“ kann, muss ein starkes Mobilfunknetz vorhanden sein. Um Netzüberlastungen vorzubeugen, hat Vodafone beispielsweise für die 50 größten deutschen Sommer-Events 2016 sein Mobilfunknetz „massiv ausgebaut“. Damit will der Dienstleister für guten Empfang u.a. auf der EM-Fanmeile in Berlin, bei der Ruhr in Love, dem Wacken-Festival, der Düsseldorfer Rhein-Kirmes, der Kieler Woche oder den Cannstatter Wasen sowie bei weiteren sommerlichen Großevents unter freiem Himmel sorgen. Schließlich wollen die Besucher rund um die Uhr Selfies twittern, via Facebook chatten, Videos hochladen  – oder einfach schnell ihre im Gedränge verlorengegangenen Begleiter erreichen.

Der Plan: Rund 50 mobile Basisstationen des Düsseldorfer Telekommunikationskonzerns werden in diesem Sommer auf die Reise durch ganz Deutschland geschickt. Sie sollen das Netz überall dort stärken, wo es temporär besonders eifrig genutzt wird. Die mobilen Basisstationen liefern den Besuchern sowohl klassische UMTS-Technologie als auch Breitband via LTE, heißt es seitens des Anbieters. Die gesamte Technik einer solchen mobilen Basisstation (Gewicht: 9 Tonnen) befinde sich kompakt auf einem Anhänger. Die auf 20 Meter ausfahrbaren Teleskopmasten sorgen für die Abdeckung der oft großen Festgelände. Mit der Zusatzversorgung sollen die Netzkapazitäten um rund 35 Prozent erhöht und die Daten im Schnitt um etwa 30 Prozent schneller übertragen werden als ohne entsprechende Aufrüstung.

So bleibt das Smartphone stets einsatzbereit


Damit die smarten Begleiter die Festivalsaison überhaupt unbeschadet überstehen und stets einsatzbereit sind – schließlich geht es auf Festivals manchmal etwas ruppig zu und die Geräte sind oftmals hohen Temperaturen ausgesetzt –, sollten die Nutzer folgende Dinge beachten:

Hitze


Wer Sommer-Open-Air-Festivals besucht, kennt das nur zu gut: Die Sonne brennt vom Himmel, die Temperaturen steigen und im Zelt auf dem Camping-Gelände fühlt man sich fast wie in der Sauna. Das macht nicht nur den Menschen zu schaffen, sondern auch den Smartphones & Co. Einfache Kunststoffteile an den Geräten könnten durch die Hitze schmelzen oder der Akku verweigert seine Dienste. Deshalb: Bloß nicht die Geräte im Zelt, hinter der Windschutzscheibe des Autos (schon allein wegen Diebstahlgefahr) oder in der prallen Sonne liegenlassen – sondern in den Schatten damit! Außerdem sollte man den Akku seines Mobilgeräts bei über 40 Grad nicht laden, geschweige denn sein Gerät zu sehr belasten (durch Navidienst, Fotografieren, Gaming...), was es noch mehr aufheizen würde. Ist das Gerät dann doch mal überhitzt, am besten ausschalten und abkühlen lassen – oder von vornherein den Energiesparmodus nutzen.

Wasser & Staub


Auch keine Seltenheit auf Festivals sind Wasser und Staub. Das Unwetter beim diesjährigen Rock am Ring hat bewiesen, wie viel Wasser plötzlich vom Himmel fallen kann. Bei zu hohen Temperaturen wird indes gerne mal vom Security-Personal mit Wasser in die Menge gespritzt, während Circle-Pits stets viel Staub, Sand und Dreck aufwirbeln. Um die Mobilgeräte auch hiervor zu schützen, empfiehlt sich eine entsprechende Outdoor-Hülle, mit der die Geräte zugleich besser vor Stürzen geschützt sind.

Energie


Auf Festivals werden die Mobilgeräte meist ungemein beansprucht – allein das Fotografieren und Filmen saugt jede Menge Energie, sodass gen Tagesende der Akku oftmals schlapp macht. Doch wo ist die nächste Steckdose? Auf Open-Air-Events sucht man da meist vergebens. Diese Marktlücke haben sich Unternehmen wie Akkumat, Chargomat und Suncrafter zunutze gemacht und vermieten an Festival-Veranstalter mobile Ladestationen, die jene ihren Besuchern zur Verfügung stellen können. Auf dem Rock-Hard-Festival konnten sich die Besucher zuletzt immer mobile Powerbank-Ladestationen gegen eine geringe Leihgebühr plus Pfand borgen, um ihre Smartphones wieder aufzuladen. Auch eine schöne Erfindung: The Electric Hotel. Dieses versorgt Musikfestival-Besucher ebenfalls mit Elektrizität – wobei aus dem Aufladen mobiler Geräte ein eigenes kleines Event gemacht wird. Denn hier entsteht grüner Strom dank Wasser-, Wind-, Sonnen- und auch Muskelkraft. So können Besucher ihr Mobilgerät beispielsweise wieder aufladen, indem sie sich auf ein Generatorfahrrad setzen und einfach mal eine Weile strampeln.

Sicherheit


Wer „sein“ Festival hingegen für ein paar Stunden einfach mal ohne Smartphone genießen will, dieses aber zugleich in Sicherheit wähnen möchte, kann hier z.B. auf BigBoxBerlin vertrauen. Der Anbieter stellt auf diversen Events wie dem Wacken Open Air 2016 seine Stahl-Tresoren – dahinter verbergen sich ausgediente Seecontainer – zur Verfügung. Wer sich ein Schließfach mietet, kann seine Wertsachen sicher verstauen – und: Dank integrierter Steckdose können auch hier Mobilgeräte jederzeit wieder „aufgetankt“ werden.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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