Möglich wird dies durch den Einsatz moderner Tablet-PCs. Die Adesso AG
entwickelte hierfür eine App, basierend auf Windows 8. Die App
löst das mobile Büro der Messtechniker ab; Sprint setzt somit auf
Volldigitalisierung.
Sprint stellte hohe Anforderungen an die App, die seit Sommer letzten Jahres von den Mobile-Experten konzipiert wurde. Messungen vor Ort sollen direkt in einer digitalen Projektakte abgebildet werden, auf die der Versicherer über eine webbasierte Anwendung zugreifen kann. Der Versand der Schadensdaten an die Versicherung muss umgehend per Mail erfolgen. Und noch ein weiteres Feature sollte die Anwendung für den Messtechniker bieten: Mithilfe eines Zeichnungsprogramms soll es möglich sein, Bilder vom Schaden nicht nur direkt aufzunehmen, sondern auch für die Versicherungen zu markieren und zu kommentieren.
Zudem sollte sich die auf Windows 8 basierende Anwendung in die bestehende, Sprint-interne IT-Landschaft integrieren lassen. Daher entfielen Lösungsansätze über iOS oder Android. Ziel war es, eine bedienerfreundliche Anwendung zu entwickeln, die ohne großen Schulungsaufwand eingesetzt werden kann.
"Essentiell für die Entwicklung war, das gesamte Konzept zu begreifen und
entsprechend für die App zu formulieren", so Nikolas Mehnert, Leiter Competence Center Software Development bei Adesso. "Ohne in die
Arbeitsabläufe eingebunden zu sein, ohne Integration in die IT und ohne Verständnis für die Arbeit der Anwender entsteht vielleicht etwas Buntes, Modernes oder Schönes. Aber nicht unbedingt etwas Sinnvolles."
Der App-Entwickler untersuchte zuerst alle Prozesse und Abläufe in der
Schadenserfassung, entwickelte darauf aufbauend eine Benutzeroberfläche
sowie die dahinterliegende Erfassungslogik und organisierte den mobilen
Datenfluss innerhalb des Unternehmens.
Für den Messtechniker sind Tablet und App jetzt unerlässliche Elemente der täglichen Arbeit. Morgens werden alle anstehenden Termine inklusive der Routenplanung angezeigt. Die Informationen und Fotos zum Schaden werden direkt in der App erfasst. Der geschädigte Kunde muss nur noch elektronisch unterschreiben. Dann werden die Daten an das Schadensaktenmanagement von Sprint und an die zuständige Versicherung übertragen.
"Mit dem Einstieg in das mobile Schadensmanagement schlagen wir ein neues Kapitel in der modernen Sanierung auf", fasst Janette Bohne,
Geschäftsführerin der Sprint Sanierung GmbH, zusammen. "Nach dem Aufbau des neuen elektronischen Schadensaktenmanagements ist das der zweite Meilenstein, den wir innerhalb kurzer Zeit erreicht haben."
www.adesso.de
Bildquelle: Thinkstock/ Zoonar