Start-up vs. Big Player

Mobile IT clever eingesetzt

Die Geschichte über David und Goliath aus der Bibel ist bekannt: David, ein eher unauffälliger Kämpfer, wandelt seine Schwäche in Stärke um und kann somit seinen größten Gegner überwinden. Im Hinblick auf die aktuelle Wirtschaftssituation können einige Parallelen zu der biblischen Geschichte gezogen werden.

David gegen Goliath

David gegen Goliath: Start-ups haben gute Chance, sich gegen die „Big Player“ durchzusetzen.

Schon immer waren die Marktanteile in der Geschäftswelt ungleichmäßig verteilt. Zunächst waren es die großen, etablierten Unternehmen, die ganz traditionell von der Asymmetrie in der Wirtschaft profitierten. Fortschreitende Veränderungen der Kundenbedürfnisse, die Nachfrage nach neuen Technologien und der Zeitdruck auf dem Markt balancierten dies in letzter Zeit jedoch zugunsten der Start-ups aus. Agilität und Flexibilität stellen heute die zwei wichtigsten Komponenten des Erfolges dar – und hier liegt der Vorteil für die kleinen Rivalen, die noch keine komplexen Strukturen aufgebaut haben. Die veralteten Prozesse und Technologien verlangsamen die Reaktionen der großen Player.

Ganz im Sinne der biblischen Geschichte würde man demzufolge heute geradezu von David erwarten, dass er Goliath besiegt. Aus anfänglichen Zweifeln wird eine bestehende Erwartung. Welche sind die entscheidenden Vorteile der Start-ups gegenüber etablierten Unternehmen? Und wann entwickelten sich die Märkte zugunsten der Start-ups?

Zunehmend dynamischere Arbeitsplätze


Arbeit steht nicht mehr nur für den physischen Arbeitsplatz. Die Beziehung der Arbeitnehmer zum Büro hat sich durch die Modernisierung grundlegend verändert. Abteilungen werden zunehmend globaler und die Mitarbeiter produktiver, obwohl sie immer weniger Zeit am physischen Schreibtisch verbringen. Heute können sie ihre Arbeit von nahezu jedem Gerät an jedem Ort erledigen. Unternehmen, die dieses Potential erkennen und den Mitarbeitern in ihrer Arbeitsweise mehr Freiraum geben, profitieren von Produktivitätszuwachs und Zufriedenheit der Mitarbeiter. Hier tun sich etablierte Unternehmen nach wie vor schwer und machen Start-ups zu attraktiven Arbeitgebern für „Young Professionals“.

Mehr Arbeitskräfte unterschiedlicher Altersstufen


Heute arbeiten Mitarbeiter unterschiedlicher Generationen zusammen. Unternehmen müssen den Bedürfnissen der Generation X und Y, den Millennials und den Baby Boomers gerecht werden und künftig dabei behilflich sein, ihre digitalen Fähigkeiten zu fördern und verbessern. Die Millennials wurden in der Vergangenheit als modernisierende Kraft hinter der Umgestaltung des Arbeitsplatzes gefeiert. Wichtig ist jedoch, diese nicht nach ihrem Geburtsjahr, sondern vor allem nach ihrer Einstellung gegenüber der modernen IT einzuordnen. Die Bereitschaft zum Erlernen liegt im Vordergrund. Die digitalen Fähigkeiten bzw. Kenntnisse jedes Mitarbeiters sollten gefördert werden. Eine neue VMware-Studie ergab beispielsweise: Viele Mitarbeiter wollen bessere digitale Fähigkeiten erwerben. So wären 64 Prozent aller Befragten bereit, ihre digitalen Kompetenzen in ihrer privaten Zeit auszubauen.

Unerwartete Ertragsflüsse


Aufstrebende und profitable Unternehmen wie Uber, Airbnb und Netflix beweisen, dass Umsätze jederzeit explodieren, aber auch versiegen können. Planung und Investitionen sind komplizierter, als man denkt: Es erfordert einen flexiblen Unternehmensansatz, wenn man durch die schnelle Einführung neuer Produkte und Services konkurrenzfähig bleiben möchte. Zudem muss die Strategie ständig an die Herausforderungen der Unternehmensumwelt angepasst werden.

Verblasste Beziehung zwischen Investitionsbedarf und Marktpräsenz


Einen neuen Markt zu betreten, erfordert weit mehr, als nur eine neue Niederlassung im gewünschten Land zu eröffnen. Cloud Computing konnte Herausforderungen bezüglich des Zugriffs auf die jeweiligen IT-Infrastrukturen erleichtern. Es müssen also weniger Investitionen getätigt werden, um weiter wachsen und neue Märkte erobern zu können. Das gilt ebenso für die Markteinführung neuer Produkte, Dienstleistungen und Geschäftseinheiten. Einfach gesagt, bedeutet die mobile Ära der IT, dass Unternehmen nun größere Umsatzchancen mit weniger Aufwand wahrnehmen können – ein klarer Vorteil für Start-ups.

Neue Kundenbedürfnisse


Nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Kunden wenden sich verstärkt der mobilen IT zu. Vorbei sind die Zeiten, in denen sie alltägliche Aufgaben nur von zu Hause aus oder im Büro erledigen müssen. Vielmehr wollen Kunden heute die Vorgänge selbst steuern und beobachten können und erwarten, dass die Unternehmen dieses Bedürfnis erfüllen. Betriebe, die damit nicht mithalten können, verlieren nicht nur Umsatz, sondern auch zunehmend Boden an die Konkurrenz.

Start-ups haben derzeit Rückenwind und machen sich diese Asymmetrie zunutze. Ein Grund für die etablierten Unternehmen, ihre Geschäftsmodelle auf den Prüfstand zu stellen und zu modernisieren. Denn die digitale Transformation macht nicht Halt und nur, wer vorbereitet ist, wird davon profitieren können.

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