Finanz Informatik Niederlassung in Münster
Im Gegensatz zu Blackberry-Geräten sind Smartphones und Tablet-PCs mit iOS- und Android-Betriebssystemen eigentlich nicht für den Business-Alltag vorgesehen. Und doch bringt ihre Beliebtheit die Unternehmens-IT dazu, Geräte mit verschiedenen Betriebssystemen in die IT-Landschaft des Unternehmens einzubinden. Der Trend zu speziellen Mobile-Device-Management-Lösungen hält also auch in diesem Jahr an – ganz, wie es das Marktforschungsinstitut Gartner bei seinen Techniktrends vorherge-sagt hat.
Als IT-Dienstleister in der Sparkassen-Finanzgruppe hat die Finanz Informatik ein Mobile Device Management realisiert, das im Umfeld der sensiblen Finanzwirtschaft den Einsatz mobiler Lösungen ermöglicht. Zentrales Element ist die Mandantenfähigkeit, da neben den 422 eigenständigen Sparkassen in Deutschland auch Landesbanken sowie weitere Verbundpartner der Sparkassen-Finanzgruppe die Dienste der Finanz Informatik in Anspruch nehmen.
Der IT-Dienstleister hat die Lösung Sophos Mobile Control 3.5 um sicherheitsrelevante Aspekte ergänzt, damit sie die Vorgaben des sicheren IT-Betriebes erfüllt. Dank einer zweistufig abgesicherten DMZ-Infrastruktur können nun Sparkassen-Institute und Verbundpartner neben Blackberry-Geräten mobile Endgeräte mit iOS- und Android-Betriebssystemen im Tagesgeschäft ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen. Zurzeit nutzen 210 Institute mit rund 4.000 Geräten diese Lösung. Das Unternehmen beobachtet auch aktuelle Entwicklungen am Markt und prüft neue Lösungen, wie etwa das aktuelle Blackberry z10 mit einer neuen Steuerungsinfrastruktur. Im schnelllebigen Mobil-Markt gilt es, auf wichtige Veränderungen schnell zu reagieren.
Die mandantenfähige und web-basierte Infrastruktur gibt jeder Sparkasse, Landesbanken und Verbundpartnern in der Sparkassen-Finanzgruppe die Möglichkeit, mobile Endgeräte individuell zu verwalten. Die Anlage neuer Institute als Mandaten und die Registrierung erfolgt derzeit zentral über die Finanz Informatik. Für eine effiziente Verwaltung werden automatisierte Abläufe festgeschrieben, so dass die Geräte über eine externe Datenbank verwaltet werden können. Jedes Institut besitzt weitreichende Konfigurationsmöglichkeiten für eine zentrale Steuerung, die die institutseigenen Sicherheitsvorschriften berücksichtigt. Die Möglichkeiten reichen von der Steuerung einzelner Geräte bis zu ganzen Gerätegruppen und bieten vorgefertigte Passwort- oder Funktionsprofile. So kann jedes Institut selbst festlegen, ob bei der Passwort-Wahl neben Ziffern und Buchstaben auch Sonderzeichen und Groß- und Kleinschreibung verpflichtend sind.
Die Mobile-Device-Management-Lösung stellt sicher, dass nur autorisierte Personen und Geräte auf Informationen des jeweiligen Finanzinstitutes zugreifen können. So ist bereits der Abgleich von E-Mails, Kalender- und Kontaktdaten eingebunden, der bei Richtlinienverletzung unterbrochen und gesperrt wird. Eine Client-App, die regelmäßig mit dem System kommuniziert, führt zusätzlich einen umfangreichen Jailbreak-Check durch, so dass jeglicher Missbrauch verhindert wird. Die Institute erhalten Schutz vor Datenmissbrauch. Bei Verlust oder Diebstahl des Gerätes lassen sich diese nicht nur umgehend sperren, sondern sogar vollständig löschen.
Die Verteilung von Enterprise Apps erfolgt zentral über den eigenen App-Store. Die Apps stehen stets in der letzten Version zur Verfügung und die Mitarbeiter greifen somit immer auf die jeweils aktuellste Version für ihren Aufgabenbereich zu. Der aufwendige zentrale Releaseprozess sorgt dabei für eine qualifizierte Abnahme, eine automatisierte Verteilung und einen reibungslosen Installationsprozess.
Mit dem flächendeckenden Einsatz mobiler Lösungen stehen den Sparkassen in Deutschland erste Anwendungen für eine zeitgemäße Kundenberatung zur Verfügung. Nach ersten erfolgreichen Pilottests erfolgt ab Sommer 2013 ein großflächiger Roll-Out der Berater-App für das iPad. Die Applikation bildet den kompletten Finanzberatungsprozess der Sparkassen ab und ermöglicht Beratern eine ganzheitliche und umfassende Beratung. Dank der intuitiven und kundenzentrierten Anwenderlogik erfolgt die Datenerfassung entlang des definierten Sparkassen-Beratungsprozesses schnell und übersichtlich. Die wichtigsten Informationen werden übersichtlich strukturiert und gemeinsam können Berater und Kunde die aktuelle Finanzlage schnell überblicken. Dabei greift der Mitarbeiter auf aktuelle Finanzmarktdaten zu, die direkt in der Berater-App zur Verfügung stehen. Die prozessorientierte Lösung ist dabei tief in das IT-System der Sparkassen-Finanzgruppe verwurzelt, so dass der Mitarbeiter online auf alle relevanten Daten direkt zugreifen und diese fallabschließend bearbeiten kann. Eine manuelle Nachbearbeitung am Arbeitsplatz in der Filiale ist daher nicht mehr erforderlich. Eine Lösung, von der künftig Kunden und Berater profitieren.
Mit über 15.000 Geschäftsstellen und mehr als 25.000 eingesetzten Geldautomaten verwaltet die Sparkassen-Finanzgruppe eines der größten Filialnetze in der Bankbranche. Um den störungsfreien Betrieb von Geldautomaten und SB-Terminals sicher zu stellen, nutzen Mitarbeiter im internen Service die mobile SYS-Watch-App. Mit dieser Applikation erhalten verantwortliche Mitarbeiter einen schnellen Überblick über die aktuellen Zustände der technischen Geräte in ihrem Zuständigkeitsbereich, etwa Kontoauszugsdrucker, Kundenterminals oder Geldautomaten. Die relevanten Statuts- oder Störmeldungen können dabei einzeln abgefragt werden oder bei kritischen Situationen automatisiert empfangen werden. Meldet ein Geldautomat also einen geringen Geldbestand, können die Mitarbeiter umgehend die Bestände auffüllen. Auf gestörte SB-Geräte wie Kontoauszugsdrucker können sie mittels eines Remote-Moduls mobil zugreifen und es aus der Ferne neu starten. Eine in die Applikation integrierte Karte dient der Routenplanung des technischen Service oder für die Bargeldversorgung.
Mit der auf die spezifischen Bedürfnisse der Finanzwelt abgestimmten Management-Device-Lösung steht dem Einsatz von weiteren Enterprise-Apps die Türen offen. Profitieren werden dabei nicht nur die Mitarbeiter der Sparkassen in Deutschland. Auch die Kunden erhalten eine maßgeschneiderte Beratung, die sich ganz nach ihren Bedürfnissen orientiert.
Bildquelle: