Die Telekommunikationsbranche steht vor einem Umbruch. Mit der Einführung der eSIM auf dem Konsumentenmarkt ändern sich nicht nur Logistik und SIM-Aktivierung, sondern auch die dahinter stehenden Geschäftsmodelle aller Telekommunikationsstakeholder: die eSIM ist bereits von Beginn an fest in die Geräte eingebaut und programmierbar. Anders als ihre Vorgänger (z.B. Micro und Nano SIM) bindet sie den Kunden nicht fest an einen Mobilfunkanbieter – dies ist einer der Gründe, weshalb Experten in der internationalen MS&C-Studie die Mobilfunkanbieter als große Verlierer der neuen Technologie einstufen.
Interviews mit 33 eSIM-Experten aus 20 Ländern bilden die Grundlage für die Studie, in der das eSIM-Zeitalter analysiert wurde. Hierbei wurden die Auswirkungen der Einführung für alle Interessenvertreter der Telekommunikationsindustrie im Detail diskutiert. Als zentraler Konsens wurden neben vielen Vorteilen etliche Herausforderungen, insbesondere auf Seiten der Mobilfunkanbieter, herausgearbeitet. Über 90 Prozent der Befragten waren sich dahingehend einig, dass Mobilfunkanbieter ihr Geschäftsmodell dringend anpassen müssen, um im digitalisierten Wettbewerb bestehen zu können.
„Das Thema eSIM hat noch nicht die Aufmerksamkeit, die es verdient“, sagt Axel Meiling, Associate Partner und eSIM Experte bei MS&C. „eSIM schreibt völlig neue Spielregeln vor. Gerade Mobilfunkanbieter müssen im Bereich digitales Kundenmanagement nachbessern.“ Auch die Studienteilnehmer sehen in einer 100% Prozent digitalen Kundenbeziehung viel Potential. Ein bequemerer Umgang mit einer Vielzahl von vernetzten Geräten ist der von den Experten in der Studie meistgenannte Kundenwunsch.
Auch Rollenverschiebungen in der Telekommunikationsbranche wurden vielfach diskutiert. Als Gewinner sieht die Mehrheit der Befragten die internationalen Gerätehersteller. Diese können ihr Geschäftsfeld ausweiten und Mobilfunkanbietern den direkten Kundenkontakt abnehmen und auf diese Weise eine völlig neue Rolle im Markt einnehmen.
Weitere Erkenntnisse der eSIM-Studie:
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