„Der mobile Kanal wächst und wir werden einen Teufel tun, nicht davon zu profitieren!“, so Björn Hahner, Country Manager Deutschland und Österreich bei Tradedoubler
Aussagen wie diese sind von einzigartiger Bedeutung für den mobilen Markt: Sie erregen Aufmerksamkeit, sind auch für Branchenfremde einfach verständlich und kommen nicht zuletzt von einem der größten Techunternehmen weltweit. Zudem verraten sie eine klare Absicht: Der mobile Kanal wächst und wir werden einen Teufel tun, nicht davon zu profitieren!
Als Google 2011 proklamierte „Die Zukunft ist mobil“, Facebook 2012 sagte „Wir sind ein Mobilunternehmen“ oder Ebay sein 2013-Umsatzziel für den mobilen Kanal auf 20 Mrd. US-Dollar hochschraubte, beeinflussten die Unternehmen damit ganz bewusst die allgemeine Marktstimmung, das Sentiment. Sie wollen dem mobilen Kanal damit noch mehr Gewicht geben, ihn in die Aufmerksamkeit der Werbenden drücken.
Für uns, die wir Angebote für den mobilen Kanal im Portfolio haben und unsere Kunden aus der Werbebranche beraten, macht das die Arbeit natürlich einfacher. Kollegen und Kunden, die die Chancen des mobilen Marktes nicht im Detail verstehen und nur mäßiges Interesse zeigen, sind plötzlich offener für Gespräche. Denn es sind solche Aussagen, die den Wunsch nach mehr Informationen zu den mobilen Möglichkeiten nähren. Dafür können wir Facebook eigentlich nur danken.
Wir etwa haben als Unternehmen 2011 den Entschluss gefasst, stärker in den mobilen Kanal zu investieren. Seitdem haben wir ein pan-europäisches Mobile-Team aufgebaut und unser Tracking-Angebot für den App-Markt ausgeweitet. Viel entscheidender ist aber natürlich die Frage, wie die Strategien von Facebook, Google und Co. den Markt in den kommenden zwei bis drei Jahren beeinflussen werden. Die genannten Aussagen, gespickt mit wohldurchdachten Botschaften über die mobilen Wachstumsprognosen und Umsatzverteilungen, helfen uns letztlich, neue Absatzmöglichkeiten zu erschließen und sicherzugehen, dass unser mobiles Portfolio zukunftsorientiert ist.
Mit dem Erfolg in der mobilen Sparte kann Facebook nicht nur seinen Aktienpreis rechtfertigen, „Mobile“ mausert sich gar zur wichtigsten Cashcow für das Netzwerk. Im Fall von Facebook sind die Aussagen insbesondere in einem Punkt erstaunlich: Das mobile Angebot des Unternehmens hat sich von einer regelrechten Branchenpeinlichkeit – „...I think the biggest mistake that we made, as a company, is betting too much on HTML5 as opposed to native.“ – zu einem der größten Hoffnungsträger entwickelt. All das ist binnen nur eines Jahres geschehen. Das verdeutlicht, wie rasant sich der Markt derzeit entwickelt und wie lukrativ „Mobile“ für diejenigen Unternehmen ist, die sich aktiv mit dem Kanal auseinandersetzen. Es verdeutlicht aber auch, wie die Chancen derer schwinden werden, die zu lange zögern und abwarten.