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Nichts über Apple und Google

Weiß eigentlich noch jemand, wer Microsoft ist bzw. war? Die meistgehasste Softwarefirma des Planeten, der viele Leute ernsthaft Ambitionen zur Weltherrschaft unterstellten.

Blüht im Verborgenen: Microsoft

Weiß eigentlich noch jemand, wer Microsoft ist bzw. war? Die meistgehasste Softwarefirma des Planeten, der viele Leute ernsthaft Ambitionen zur Weltherrschaft unterstellten. Das war damals, als das 20. Jahrhundert in den Endspurt ging, das Internet bei Deutschlands Politikern "Datenautobahn" hieß und Monitore zugleich riesige, weit ausladende Heizlüfter waren.

Dann kam Windows XP. Es war das erste Microsoft-Betriebssystem, mit dem die Anwender so zufrieden sind, dass sie nicht darauf verzichten wollen. Happy Birthday, Windows XP. Der OS-Methusalem von 2001 ist erst kürzlich - in der Zahl der Installationen - vom Nach-Nachfolger Windows 7 überholt worden. Es stimmt schon, was Mashable sagt: "XP will never die."

Der Technologizer wollte es genauer wissen und hat seine Leser(innen) gefragt: "Warum nutzt ihr Windows XP?" Es gibt darauf zwei entscheidende Antworten: "Es arbeitet zufriedenstellend" und "Mein Arbeitgeber nutzt nichts anderes". Vor allem der zweite Punkt sorgt für eine weite Verbreitung von XP, gerne auch im klassischen Windows-98-Look. Dann merkt der Mitarbeiter vielleicht nicht, dass er an einer unterdimensionierten Kiste aus der IT-Steinzeit sitzt.

Doch auch in konservativsten Konzernen stehen gigantische Windows-7-Rollouts an. Denn verkauft wird XP bereits seit Anfang 2011 nicht mehr und im April 2014 endet der Support. Trotzdem lösen sich die Anwender nur schwer von dem betagten System. Microsoft sah sich sogar genötigt, die Unternehmen zum raschen Wechsel auf Windows 7 aufzufordern.

Und sonst? Microsoft erlebt etwas eher Ungewohntes, nämlich eine Blüte im Verborgenen. Auch abseits der schwer gehypten Unternehmen aus der Internet- und Mobilbranche gelingen stattliche Quartalsergebnisse. Wie gewohnt, tragen besonders Windows und Office zum guten Ergebnis bei. Doch Microsoft hat auch andere Einnahmequellen: So kassieren die Lizenzgenies aus Redmond von jedem zweiten Hersteller von Android-Smartphones Gebühren für Patente.

Damit hat das Unternehmen ausreichend Geld in der Kriegskasse, um Windows Phone 7+x und Windows 8 in den Markt zu drücken. Ob das Telefon-Windows ein Erfolg wird, ist unsicher. Bei Windows 8 dürfte aber schon der Tabletmarkt für einen Erfolg sorgen: Die Leute wollen Windows-Tablets, wenn sie wie ein iPad funktionieren.

Nach so vielen Erfolgsgeschichten soll das Schlusswort den Unken gehören: Die beiden neuen Windows-Varianten sind ein Pflichtsieg für Microsoft, denn das Unternehmen ist noch lange nicht auf der Gewinnerseite.

Bildquelle: Microsoft

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