Samsungs Gear 360 Kamera
Virtual Reality war ein Schwerpunkt auf der Messe in Barcelona.
HTC Vive, ein Virtual-Reality-Produkt, das es mit dem Oculus Rift von Facebook aufnimmt.
Das neue Samsung S7 wurde auf dem MWC vorgestellt.
Als die ersten Mobiltelefone aufkamen, ging es zunächst nur darum, die unförmigen „Barren“ dünner und handlicher zu gestalten. Heute sieht das komplett anders aus. Anstelle der Endgeräte stehen nun die Erlebnisse im Mittelpunkt, die Mobiltelefone ihren Nutzern über Zubehör und Add-ons ermöglichen können.
Auf der diesjährigen und bisher größten Mobile World Conference in Barcelona wurde das deutlich sichtbar. Unter dem Motto „Innovation oder Tod“ nutzten Unternehmen wie HTC die Ausstellung als weltweite Bühne, um ihre Neuheiten zur Schau zu stellen. Ganz aktuell das HTC Vive, ein Virtual-Reality-Produkt, das es mit dem Oculus Rift von Facebook aufnimmt. Es wurde kein Geheimnis daraus gemacht, dass das Unternehmen in Zeiten stetig sinkender Umsatzraten dort seine (hoffentlich) erfolgreichere Zukunft sieht. Auf den Gängen der MWC wurde jedoch die Stirn gerunzelt, als bei der Show der Einführungspreis bekanntgegeben wurde: Er soll 200 US-Dollar über dem seines Rivalen Oculus liegen. Das heißt, dass das Produkt in Deutschland für rund 800 Euro über die Ladentheke gehen wird.
Während „virtuelle Realität“ wenig überraschend ein großes Thema in diesem Jahr war, musste man für andere Innovationen eine deutlich umfassendere Perspektive einnehmen. Und entdeckte so z.B. den LG Rolling Bot, einen rollenden Roboterball wie aus einem Star Wars-Film, der eine futuristisch anmutende Technologie nützlich in den Alltag integriert. So ist hier in einem Ball eine Kamera eingebettet, die beim Rollen Bilder und Videos macht, mit denen man sein Zuhause oder das Haustier in Abwesenheit überwachen kann.
Ähnlich verhält es sich mit vielen Innovationen aus dem medizinischen Bereich: Sie sind besonders praktisch oder sogar lebensrettend. Das größte Thema im medizinischen Bereich lautet „Vorsorge“. Verbraucher zeigen immer mehr Interesse daran, auf sich selbst aufzupassen, um Krankheiten zu vermeiden, statt abzuwarten bis ihnen unwohl ist. Deshalb war die Ausstellung randvoll mit medizinischen Innovationen zum Selbstmanagement, die dabei helfen, das eigene Leben und die Gesundheit zu optimieren - und so schlussendlich auch weniger Zeit im Warteraum eines Arztes oder der Schlange einer Apotheke zu verbringen. Verbraucher können jetzt viele grundlegende Funktionen von Körpertemperatur bis zum Blutdruck selbst überwachen.
Generell stand das allgemeine Wohlbefinden im Mittelpunkt – es gab Innovationen in allen Bereichen, in denen sich das Leben leichter gestalten lässt, wie zum Beispiel intelligente Autotechnologie, die die nächste Parklücke findet. So waren die kleineren, scheinbar weniger spektakulären Technologien die eigentlichen Stars auf der Show. Ein großartiger Trend für Verbraucher und meiner Meinung nach der Grund dafür, dass dieses Jahr eine solch große Marketing- und Werbepräsenz vorhanden war. Wenn sich die Bedürfnisse der Verbraucher ändern und der Wunsch nach mehr Personalisierung besteht, dann merken das natürlich auch die Unternehmen.
*Sascha Martini ist CEO von Razorfish Deutschland
Bildquelle: Razorfish