Innerhalb der App können sich Nutzer mithilfe von Google Maps passende Busverbindungen anzeigen lassen.
Wann fährt der nächste Bus? Welche U-Bahn-Haltestelle liegt in der Nähe? Fragen wie diese werden mithilfe zahlreicher Nahverkehrs-Apps, die es in den verschiedenen App-Stores zu erwerben gibt, in kurzer Zeit gelöst. Doch auf den Smartphones reisefreudiger Menschen häufen sich mit der Zeit eine Vielzahl an Applikationen unterschiedlicher Betreiber an. Die Android-App „Öffi – ÖPNV Auskunft“ soll Abhilfe schaffen und vereint die Verkehrsinformationen mehrerer Städte aus insgesamt 16 Ländern. Dabei stehen Nutzern drei Hauptfunktionen zur Verfügung: Die App findet nahegelegene Haltestellen, passende Verbindungen und stellt die Ansicht von Netzplänen bereit. Im Rahmen eines crowd-basierten Tests wurden Stärken sowie Schwächen aufgedeckt, sowohl funktional als auch hinsichtlich der Benutzerführung.
Die Öffi-App wurde Ende 2013 von insgesamt 22 Personen im Alter zwischen 18 und 22 Jahren in verschiedenen Städten Deutschlands getestet. Das Ziel der Crowdtesting-Methode, die die Testbirds GmbH durchgeführt hat, lag vorrangig darin, die Meinungen potentieller Nutzer einzufangen. Um gezielte Rückmeldungen über die Bedienbarkeit der App sammeln zu können, wurden den Testern verschiedene Aufgaben vorgegeben, die sie durchspielen sollten. So erkundeten sie verschiedene Bereiche der mobilen Anwendung und nutzten dabei deren unterschiedliche Funktionen, beispielsweise die Verbindungssuche mit verschiedenen Filterein-
stellungen oder die Anpassung der Gehgeschwindigkeit.
Vor allem die bundesweite Nutzung sowie schnelle Ladezeiten kamen dabei laut den Testpersonen positiv an. Dennoch erachteten die Nutzer einige Funktionen als verbesserungswürdig, darunter beispielsweise die Such- und die Filterfunktion. Zwei Drittel der Tester äußersten dazu den Wunsch einer Zusammenführung der drei separat angezeigten Icons auf dem Smartphone selbst. Diese könnten zu einem „Öffi-Icon“ zusammengefasst werden. Sowohl Laien als auch Experten stellten insgesamt zwölf funktionale Probleme (Bugs) fest. Darunter befanden sich ein als kritisch eingestufter Absturz sowie kleinere Darstellungsprobleme und Fehlfunktionen. Die Ergebnisse der Crowdtesting-Methode stellt der Anbieter dem App-Entwickler bereit, wodurch dieser wiederum seine mobile Anwendung in Zukunft weiter optimieren kann.
Crowdtesting kombiniert Software Testing mit dem Prinzip des Crowdsourcings. Crowdtesting ist folglich eine Form des Outsourcings von Testing-Aufgaben an eine Masse an Internetnutzern (die Crowd). Die Crowd arbeitet an einer definierten Problemstellung und unterstützt das Unternehmen mit seinen Lösungsvorschlägen. Dabei nutzt diese Methode die Schwarmintelligenz der weltweiten Internetgemeinde, um Webseiten, mobile Apps, Games oder Enterprise Software zu testen, von Bugs zu befreien sowie die Usability zu optimieren.