Ein Unternehmen scheitert, weil es Erfolg hat. Das klingt paradox, kommt aber in der Startup-Szene immer wieder vor. Ein klassisches Beispiel in Deutschland ist das mobile soziale Netzwerk Aka-Aki. Der Vorreiter aus Berlin hatte 2009, kurz nach dem Start der iOS-App, plötzlich hunderttausende Nutzer.
Deshalb musste das Unternehmen kurzfristig eine eigene Serverfarm aufbauen und die gesamte Infrastruktur auf die große Last ausrichten. Das kostete enorm viel Geld, bei fehlenden Einnahmen. Doch die Suche nach einem Erlösmodell durch Werbung oder Social Gaming scheiterte. Also zogen die Gründer den Stecker.
Krise durch Erfolg über Nacht
Die Situation ist gar nicht so selten: Die Gründer werden von den heranstürmenden Kunden überrannt und können die Arbeit nicht mehr bewältigen. Und auch die Technik wird dann zum Problem, da innerhalb kürzester Zeit eine recht aufwendige IT-Struktur aufgebaut werden muss.
Manche Startups haben die Erfolgskrise bewältigt, viele aber auch nicht. Denn irgendwann schlägt der Erfolg in Misserfolg um, wenn zum Beispiel die Kunden wegen des schlechten Service wieder wegbleiben. Aus diesen Erfahrungen lässt sich ein wichtiger Schluss ziehen: Wer auf rasches Wachstum spekuliert, sollte von Anfang an auf Outsourcing setzen.
Das bedeutet Cloudservices statt eigener Server und bei einem E-Commerce-Startup Fullfillment-Anbieter mit Rundumversorgung statt eigener Lager und Packer. Darüber hinaus sollten auch scheinbar kleine, nebensächliche Apps so entwickelt werden, dass sie sich leicht skalieren lassen.
Das ist keine einfache Aufgabe und erfordert erfahrene Entwickler, die wiederum gutes Geld kosten. Vor allem Einzelentwickler ohne Investoren sind dadurch in einer schwierigen Situation: Ohne Investition keine Anwender und damit kein Umsatz. Einen Ausweg aus diesem Kreislauf bietet „Platform as a Service (Paas)“.
Vereinfacht gesagt geht es dabei um den Cloud-gestützten Betrieb von Entwicklungsumgebungen und ganzen Webapps. Ein stark auf Startups zugeschnittenes Angebot dieser Art ist „Openshift Online“ des Linux-Spezialisten Red Hat. Der Vorteil für Gründer: Entwicklung und Betrieb von bis zu drei Webapps sind kostenlos, sofern sie inklusive der Daten nicht mehr als ein GB pro App verbrauchen.
Wer mehr Speicherplatz und Bandbreite benötigt, mit einem ganzen Entwickler-Team arbeiten will, die App auf einem eigenen virtuellen Server oder in einer Private Cloud betreiben will, kann aus einer Vielzahl an Bezahlangeboten auswählen.
Kurze Time To Market durch Skalierung
Damit haben Gründer zwei Probleme weniger: Erstens perfektionieren sie mit dem kostenlosen Basisangebot ihre App und zweitens bewältigen sie das Wachstum von Kunden und Mitarbeitern ohne große Umstände. Durch das Prinzip „Pay as you go“ können jederzeit unterschiedliche Services dazu gebucht werden.
„Mit der Plattform können sich Gründer auf die Entwicklung konzentrieren“, betont Werner Knoblich, Senior Vice President & General Manager EMEA bei Red Hat. „Sie müssen sich weder um Skalierung noch um Administration der IT kümmern.“ Die Plattform läuft auf den „Amazon Web Services (AWS)“, dem Goldstandard im Cloud Computing.
Dies garantiert einen problemlosen Einsatz der Plattform auch dann, wenn sehr viele Anwender darauf zugreifen. Denn bei OpenShift Online gibt es inzwischen etwa zwei Millionen Apps, nicht nur von Einzelentwicklern und Startups.
Auch größere und etablierte Unternehmen nutzen den Service zur Entwicklung in der Public Cloud, um später die App mit OpenShift im eigenen Rechenzentrum zu betreiben. Für etablierte Unternehmen ist diese Vorgehensweise neu, für Startups in der Digitalwirtschaft gehört sie zum Standard.
„Startups haben meist nur wenig eigene IT“, sagt Knoblich. Sie würde ihnen auch nur wenig helfen. „Eine Vorbereitung auf den plötzlichen Erfolg bei den Nutzern ist nicht finanzierbar. Eine cloudbasierte Plattform entlastet die Unternehmen von IT-Problemen und garantiert eine sehr kurze Time To Market - die Basis für den Erfolg vieler Startups wie zum Beispiel mygympoint.com oder ToMM Apps.“
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Nutzen OpenShift Online:mygympoint.com und ToMM Apps