Apps für den Paketversand

Paketshop auf dem Handy

Mobile Apps verbessern die Kommunikation der Paketshops mit der Logistik-IT und sorgen damit für immer schnellere Zustellprozesse, berichtet Anne Putz vom Paketdienst GLS.

Anne Putz, GLS

Anne Putz, Head of Corporate Communication der GLS

Frau Putz, welche mobilen Hard- und Software-Lösungen werden die branchenspezifischen Prozesse von Brief- und Paketzustelldiensten in der Zukunft verändern?
Anne Putz:
Apps spielen beim Paketversand und -empfang auch auf Dienstleisterseite eine immer wichtigere Rolle. Wir bieten bereits eine Verbraucher-App an, die in Kürze von einer komplett neuen Version abgelöst wird. Auch die Kommunikation der Paketshops mit unserem IT-System läuft über eine android-basierte App.

Desweiteren haben alle Lösungen Zukunft, die die Kommunikation mit dem Empfänger ermöglichen bzw. vereinfachen. Denn die frühzeitige Einbindung der Empfänger in den Versandprozess hat sich als bisher erfolgreichste Maßnahme für die bequeme und zeitnahe Zustellung bewährt.

Um die Pakete bis zur Auslieferung zu verfolgen, nutzen wir bereits seit über acht Jahren die mobile Datenübertragung. So erreicht die Zustellbenachrichtigung nahezu in Echtzeit unser IT-System – und kann in der Sendungsverfolgung per Kundenanbindung, per App oder über den Browser von Versendern und Empfängern eingesehen werden. Das System ist etabliert und dank immer besserer Übertragungsstandards können immer mehr Informationen über die Zustellung (z.B. die digitale Empfängerunterschrift) übermittelt werden. Als Aufnahme- und Übertragungsgerät dient der digitale Handscanner der Zustellfahrer, der auch aus anderen Gründen nicht aus dem Paketdienstleister-Alltag wegzudenken ist. Im Gegenteil – auch hier gibt es laufend Weiterentwicklungen an Soft- und Hardware.

Welche mobilen Hard- und Software-Lösungen werden insbesondere auf die Auslieferung bei den Endkunden Einfluss nehmen?
Putz:
Wir sehen großes Potential im Paketkasten mit dem systemoffenen Parcellock-System, von dem noch in diesem Jahr die ersten Modelle auf den Markt kommen sollen. Bei diesem in Analogie mit dem Briefkasten entwickelten System entscheidet allein der Besitzer – also der Empfänger – welche Paket- und Lieferdienste Zugang per PIN-Code dazu erhalten. Auch Rücksendungen sind über den Kasten möglich. Die Parcellock GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Paketdienstleister DPD, GLS und Hermes, das System steht aber grundsätzlich allen Dienstleistern offen.

Welche Bedeutung werden speziell Transportdrohnen für das Geschäftsmodell von Versand- und Zustelldiensten spielen?
Putz:
Wir sehen im Massenmarkt derzeit keine realistischen Einsatzmöglichkeiten für Transportdrohnen.

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