12.07.2017 Circle Pay – die App zum Geld versenden

Peer-to-Peer: Weltweit ohne Gebühren Geld verschicken

Im Interview berichtet Jeremy Allaire, Gründer und CEO bei Circle, wie die Social Payment App funktioniert und wann diese auch auf dem deutschen Markt erhältlich sein wird.

Jeremy Allaire, Circle

Herr Allaire, was ist Circle und wie funktioniert die Social Payment-App?
Jeremy Allaire:
Circle ist ein Anbieter im Bereich Fintech mit Hauptsitz in Dublin, der eine benutzerfreundliche, kostenlose und sichere Methode entwickelt hat, Geldbeträge ähnlich wie E-Mails, Fotos oder Textnachrichten über das Smartphone in Echtzeit zu verschicken. Die Idee dahinter ist einfach aber effektiv: Ziel der App ist es, digitale Zahlungen zu vereinfachen. Nutzer können sich auf einfache Art und Weise untereinander Geld schicken. Das Teilen von Getränkerechnungen oder der Taxikosten sind somit keine lästige Angelegenheiten mehr. Hierfür braucht es nur drei einfache Schritte: Die Circle Pay App ist kostenlos für iOS und Android zum Download verfügbar. Anschließend muss der Nutzer mittels E-Mail-Adresse und Telefonnummer seine Identität bestätigen. Zum Schluss wird die App mit einer Kreditkarte oder dem Bankkonto verknüpft.

Welchen Unterschied bietet Circle im Vergleich zum Wettbewerb?
Allaire:
Der Nutzer erhält eine Lösung, die nicht auf ein Betriebssystem beschränkt sowie über Ländergrenzen hinweg und in unterschiedlichen Währung nutzbar ist – egal zwischen welchen Banken der Geldtransfer stattfindet. Zusätzlich können Anwender ihrer Nachricht mithilfe von Emojis, Fotos oder Gifs einen persönlichen Touch verleihen. Internationale Geldtransfers sind ebenfalls möglich, denn in der App können Beträge in verschiedenen Währungen (Euro, Dollar und Pfund) weltweit verschickt werden – mit dem bestmöglichen Wechselkurs für den Nutzer. Für ihn entstehen zu keiner Zeit Gebühren und der Betrag, der verschickt, empfangen oder ausgezahlt werden kann, ist nicht limitiert. Ein weiterer Pluspunkt ist der Kundenservice. Dieser besteht aus echten Menschen, die live kontaktiert werden können. Als Kontaktmöglichkeiten stehen dem Nutzer Telefon, Chat oder E-Mail zur Verfügung.

Inwiefern bietet die App ihren Nutzern Sicherheit?
Allaire:
Das Thema Sicherheit wird groß geschrieben – hier macht das Unternehmen keine Kompromisse. Circle setzte bereits früh auf das Potential von offenen Internet-Standards und -Protokollen und nimmt im Bereich Blockchain-Technologie eine Vorreiterrolle rein. Zu den Sicherheitsvorkehrungen gehören neben der Zwei-Faktor-Authentifizierung auch die Zugriffskontrolle über PIN-Code oder TouchID. Dieser Vorgang gewährleistet, dass das Geld zu jederzeit bestens geschützt ist. Als zusätzliche Absicherung dient die in regelmäßigen Abständen durchgeführte Überprüfung durch Cyber Security-Unternehmen. Zusätzlich setzen die Fintech-Experten noch auf Risikomanagement-Methoden, um die Sicherheit des Geldes zu gewährleisten. Dazu gehört zum Beispiel eine KI-Risk-Engine mit modernen Algorithmen. Ein weiteres Sicherheitsmerkmal ist die Tatsache, dass Circle als E-Geld-Institut in Großbritannien und der EU lizenziert ist.

Wohin geht die Produktentwicklung und welche Pläne verfolgt das Unternehmen zukünftig?
Allaire:
Circle ist der Überzeugung, dass Zahlungsverkehr genauso einfach funktionieren sollte wie das Internet: unmittelbar, global und kostenlos. In den USA und Teilen von Europa ist Circle bereits durchgestartet. So haben die Nutzer der App im Jahr 2016 Geldbeträge in einer Gesamthöhe von einer Milliarde US-Dollar an die jeweiligen Empfänger überwiesen oder empfangen. Das Unternehmen konnte seine Nutzerzahlen um 1.000 Prozent steigern und hat erkannt, dass in diesem Bereich Bedarf besteht. Das Unternehmen hat Standorte in Boston, San Francisco, Dublin, London und Peking. Als nächster Schritt ist geplant, die App in naher Zukunft auch in Deutschland und in anderen wichtigen Märkten vollständig verfügbar zu machen.

Giro- und Ausgabenkonten entwickeln sich vermehrt zu einer globalen Ware im Internet. Sie ersetzen traditionelle Bankkonten und entwickeln sich zu neuen digitalen Tools, die sich am Stil mobiler Nachrichtenübermittlung orientieren. Technologie-Treiber, die aus Bezahldiensten einen kostenlosen Service machen, werden auch neue Möglichkeiten finden, um den Zeitwert des Geldes radikal zu wandeln. Hier sind neuartige Modelle des Sparens und Investierens gefragt. Dank mehrerer Innovationen im Bereich Leistungstransfer, Blockchain-Technologie sowie Risikobewertungen auf Basis maschineller Lernverfahren arbeitet Circle stetig daran, seinen Verbrauchern hierfür neue Möglichkeiten zu bieten. Letztendlich geht der Trend in Richtung einer offenen, grenzenlosen und softwaregetriebenen Verbraucherfinanzierung.

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