Auf der einen Seite werden die vielfältigen Möglichkeiten angepriesen, die dieser technologische Fortschritt dem Nutzer biete, auf der anderen Seite existieren so gut wie keine Standards. Darüber hinaus sind viele der derzeit verfügbaren Smartphones gar nicht NFC-fähig. Und selbst, wenn man stolzer Besitzer eines NFC-tauglichen Gerätes sein sollte, kann man den eingebauten Chip nur sehr begrenzt nutzen – nämlich im Rahmen einiger, sehr weniger Pilotprojekte.
Das Versprechen des bargeldleeren Portemonnaies ist bislang in der Tat ein leeres. Vielleicht ist es aber auch ganz gut so, dass die Industrie abseits des üblichen Marketinghypes erst einmal die Grundlagen für einen möglichst sicheren Geldtransfer über die Luftschnittstelle (– ein schönes Wort –) schafft. Denn es ist schwer zu glauben, dass nicht irgendjemand die nötigen Kenntnisse besitzen wird, auch diese Technologie für seine illegalen Zwecke zu nutzen.
PS: Die Schlange an der Supermarktkasse soll laut den Gegnern des Bargeldes ja „dank“ Mobile Payment der Vergangenheit angehören. Aber kann man sich da nach den Erfahrungen mit den Menschen, die Eurobeträge im einstelligen Bereich mit EC-Karte zahlen, wirklich sicher sein? Wie oft schon wurde eine Karte nicht akzeptiert, oder die PIN war falsch. Was ist eigentlich, wenn ähnliches in dem Moment des Bezahlenwollens in der Kommunikation zwischen Smartphone und Leseterminal passiert? Oder noch schlimmer: Das Smartphone samt Chip ist beschädigt (oder weg)? Damit wäre der Besitzer kurzfristig mittellos. Sicherheitshalber doch immer ein wenig Bargeld dabei-
zuhaben, kann demnach nicht schaden.
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