22.12.2016 Start-up Poqit.Berlin

Poqit.Berlin: Portemonnaie als Notfallakku

Von: Lea Sommerhäuser

MOBILE BUSINESS präsentiert innovative Start-ups, die mit ihren Ideen die mobile Branche aufmischen möchten. Diesmal: Poqit.Berlin, dass ein Portemonnaie zu einem Notfallakku für das Smartphone macht.

  • Poqit.Berlin

    Um das Smartphone zu laden, muss es einfach auf das Portemonnaie gelegt werden.

  • Gründerteam von Poqit.Berlin

    Sie haben das Start-up gegründet: Martin Volmerding, Marko Berndt und Timo Golomski (v.l.).

  • Portemonnaie von Poqit.Berlin

    Das smarte Portemonnaie ist das erste Produkt des Berliner Start-ups.

Die Gründung
Smartphones sind den ganzen Tag hindurch treue Begleiter – bis ihnen der Saft ausgeht. Trotzdem haben die wenigsten Besitzer ein Ladekabel oder eine Powerbank bei sich. Das Mitschleppen ist ihnen zu lästig oder es fehlt zur richtigen Zeit eine freie Steckdose. Für die Gründer des Start-ups Poqit.berlin war es daher die naheliegendste Lösung, sich die eigenen Gewohnheiten zu Nutze zu machen. Neben dem Mobiltelefon sind in der Regel immer auch Schlüssel und Portemonnaie dabei. Vorm Verlassen der Wohnung sagen viele immer ein kleines Mantra auf: Smartphone, Schlüssel, Portemonnaie. Letzteres bietet sich aufgrund der Größe und der täglichen Handhabung als kabelloser Notfallakku geradezu an.

Die Zielsetzung
Lästige Kabel oder die Suche nach einer Steckdose sollen dank des Start-ups nun der Vergangenheit angehören, denn wenn schon nachgeladen werden muss, dann wenigstens komfortabel und ohne zusätzlichen Ballast. Deshalb vereint das Unternehmen Design mit Technologie und möchte so den Alltag mit innovativen Produkten vereinfachen. Das erste Produkt ist Poqit. Dahinter verbirgt sich ein smartes Portemonnaie, das ein Smartphone durch Auflegen aufladen kann – komplett kabellos dank der Bluetooth-Low-Energy-Technologie. Sollte das Portemonnaie einmal vergessen werden, erhält der Nutzer eine Erinnerung auf seinem Handy. Außerdem kann es notfalls per App geortet werden.

Der Mobility-Gedanke
Das Problem zu kurzer Akkulaufzeiten ist trotz intensiver Forschung weiterhin allgegenwärtig. Und laut Experten wird es bis zur Marktreife neuer Energiespeicher auch noch bis zu zehn Jahre dauern. Die Rufe nach mobilen Lösungen und Möglichkeiten, die Laufzeiten der Geräte zu verlängern, werden zunehmend lauter. Poqit ist eine solche Lösung. Der Markt der Wearables, in dem sich das Produkt bewegt, erfährt zudem in den letzten Jahren enorme Wachstumszahlen. Dieses Potential will das Spin-off der Humboldt Universität zu Berlin nutzen.

Die ersten Kunden
Das Produkt soll Smartphone-Besitzer ansprechen, die gern neue Techniktrends ausprobieren und Geld in technische Innovationen sowie neue Produkte investieren. Da das erste Produkt eine klassische Herren-Geldbörse ist, adressiert das Start-up zunächst technik- und designaffine Männer, die über einen hohen Bildungsgrad und ein überdurchschnittliches Einkommen verfügen.

Die nächsten Schritte
Mithilfe einer Crowdinvesting-Kampagne, soll die Lösung auf den Markt gebracht werden. Das investierte Kapital wird im Wesentlichen dafür verwendet, die Serienproduktion zu starten und das notwendige Marketing für einen erfolgreichen Produktstart umzusetzen. Dafür soll das Team besonders im Vertrieb verstärkt werden. Weitere Produkte, wie beispielsweise eine Handtasche, sollen folgen.
Lea Sommerhäuser

Poqit.berlin UG
Branche:
Fashion-Tech
Gründung: 2015
Gründer & Geschäftsführer: Martin Volmerding, Timo Golomski, Marko Berndt
Unternehmenssitz: Berlin
Mitarbeiterzahl: 3

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