Anita Nikova, Executive Director of Masit
Frau Nikova, inwiefern fragen Großunternehmen bzw. Unternehmen aus dem Mittelstand aktuell Nearshore-Projekte rund um die mobile App-Entwicklung nach?
Anita Nikova: Als typische Nearshoring-Dienstleister für die Software-Entwicklung in Europa, sind einige der 80 Mitglieder von Masit (Macedonian ICT Chamber of Commerce/ITK-Handelskammer Mazedoniens) auch mit der App-Entwicklung für europäische Kunden beschäftigt.
Was sind die hauptsächlichen Beweggründe der Anwender dafür, auf externe Mobility-Nearshore-Spezialisten zu setzen und keine eigenen Mitarbeiter zu beschäftigen?
Nikova: Aus unserer Sicht liegt das daran, dass unsere Unternehmen professionelle und qualitativ hochwertige Services zu attraktiven Preisen anbieten. Unsere Mitglieder besitzen das notwendige technische Know-how und das Verständnis für die bedienten Geschäftsprozesse. Außerdem sind sie flexibel genug, um auf die wechselnden Bedürfnisse der Kunden eingehen zu können.
Welche Fähigkeiten werden hinsichtlich der App-Entwicklung seitens der Unternehmen vor allem nachgefragt? Welche sind eher zu vernachlässigen?
Nikova: Die Anforderungen sind breit gefächert, ebenso wie das Angebot unserer einzelnen Mitgliedsunternehmen, die sich auf verschiedene Technologien spezialisiert haben. Besondere Nachfrageschwerpunkte gibt es derzeit nicht. Unsere Aufgabe als ITK-Verband besteht darin, alle Anfragen aus dem Ausland an unsere Mitglieder weiterzuleiten, die sich mit ihren Angeboten direkt an die potentiellen Auftraggeber wenden. Diese können dann das Angebot wählen, das ihnen am besten zusagt.
Was halten Sie von der vergangenen Sommer eingeführten „Blue Card“ – eher heiße Luft oder ein probates Mittel gegen den Fachkräftemangel?
Nikova: Das „Blue Card“-System ist uns bekannt und wir erwarten, dass es schon bald positive Auswirkungen haben wird. Unsere Mitglieder versprechen sich davon, ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis wesentlich einfacher anbieten zu können.