Apps & Co.

Schneisen im App-Dschungel

In den einschlägigen App-Märkten gibt es inzwischen hundertausende Apps. Die oft gehörte Aussage "Die meisten sind Schrott" bringt dem überforderten Gerätebesitzer auch nicht viel. Eine typische Hilfe für mehr Überblick sind Toplisten, die mal eher objektiv (Download-Zahlen) und mal eher subjektiv (Redaktionelle Auswahl) zusammengestellt werden.

Die besten Apps aller Zeiten

Toplisten werden mal eher objektiv (Download-Zahlen) und mal eher subjektiv (Redaktionelle Auswahl) zusammengestellt. Bei der ersten Methode bleiben viele spezielle Apps unter der Aufmerksamkeitsschwelle und die zweite spiegelt in erster Linie den aktuellen App-Hype wieder sowie persönliche Vorlieben. Eine gute Alternative sind User-Awards. Hier hat einerseits Popularität und andererseits das Engagement der Fanbase Auswirkungen auf die Platzierung.

Bei dem jährlichen Wettbewerb "Best App Ever" können Entwickler und Anwender die besten Apps für die Plattformen iOS und Android vorschlagen und in einer zweiten Phase unter den nominierten Anwendungen auswählen. Dabei gibt es erste, zweite und dritte Plätze sowie ehrende Erwähnungen. Insgesamt wurden für den "Best App Ever-Award 2011" mehr als eine Million Stimmen abgegeben.

Die Vorschläge werden nach allgemeinen und inhaltlichen Kategorien sortiert. So gibt es zum Beispiel die Kategorien "Innovativste App" oder "Nützlichste App", aber auch Inhaltskategorien wie "Produktivität", "Aufgabenverwaltung", "E-Book-Apps" oder "Augmented Reality". Daneben gibt es zahlreiche Kategorien für Bildungs- und Unterhaltungs-Apps sowie Spiele.

Ein großer Teil der Preisträger sind bekannte und beliebte Programme, die wie erwartet gut abschnitten. So wurde zum Beispiel das vieldiskutierte Task-Tool Wunderlist sowohl bei iOS als auch Android auf den ersten Platz bei den Aufgabenverwaltungen gewählt und auch Evernote nimmt führende Plätze in der Kategorie "Produktivität" ein.

Vor allem die eher inhaltlichen Kategorien sind eine Nachbildung der Verkaufsstatistik - deutlich andere Ergebnisse wären ungewöhnlich gewesen. Doch in den einzelnen Kategorien finden sich immer wieder überraschende Entdeckungen, auch auf den ersten Plätzen. So ist zum Beispiel bei den Produktivitäts-Apps für Android ein äußerst funktionsreicher Dateimanager (File Expert) auf dem ersten Platz gelandet.

Richtig interessant wird es dann bei den allgemeinen Kategorien. Als innovativste App für iOS gilt Codea, eine touch-optimierte Entwicklungsumgebung für kleine iPad-Anwendungen und -Spiele. Mit einem integrierten Editor und einer einfachen Programmiersprache entstehen recht schnell Protoypen und einfache Spiele. Aber: Die Möglichkeiten sind eingeschränkt, "richtiges" Programmieren ist das nicht.

Auch bei Android gibt es immer wieder interessante Entdeckungen. So wurde die App Square für ihren besonders geschickten Einsatz der Smartphone-Hardware ausgezeichnet. Sie verwandelt das Telefon in einen Kreditkartenleser - eine App, die vor allem in den USA für ziemlichen Wirbel gesorgt hat.

Bildquelle: Samsung

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