Laut der Studie „Mobile Internetnutzung: Entwicklungsschub für die digitale Gesellschaft!“ der Initiative D21 vom Januar 2013 nutzen rund 63 Prozent aller Deutschen kein mobiles Internet aus Sicherheits-/Datenschutzbedenken. So ist es nicht verwunderlich, dass sich der Faktor Sicherheit tatsächlich zu einer neuen Währung mausert. Nur wer als Anbieter signalisiert, dass er mit Nutzerdaten verantwortungsvoll umgeht, kann dem mobilen Anwender persönliche Daten entlocken. Technisch wie juristisch saubere Lösungen und ein Mehrnutzen, zum Beispiel kostenloser WLAN-Zugang, können Nutzer animieren, sich auf das Geben und Nehmen von Daten einzulassen. Dabei lassen sich gerade Spezialdienstleister, beispielsweise Mobile-Marketing-Experten, einiges einfallen, um Marketingideen, Gesetzeslage und Wünsche der Endverbraucher unter einen Hut zu bringen. Denn die Nachfrage nach möglichst detailreichen Kundendaten ist nach wie vor hoch.
Generell ist es technisch gesehen nicht schwer, als Betreiber einer Website die Handynummer eines über Edge, UMTS oder LTE surfenden Besuchers zu sehen und zu speichern. Doch es gibt klare Grenzen. Für mobile Anwendungen gelten im wesentlichen die Gesetze des Online- und Permission-based-Marketings. Lokalisierungen für standortbezogene Dienste oder die Speicherung von Handynummern beispielsweise dürfen nur nach vorheriger Zustimmung durch den User erfolgen.
Häufig ist zu beobachten, dass bei Mobile-Anwendungen selbst einfache Standards wie ein Impressum oder bei Gewinnspielen der nötige Hinweis auf Datenschutzbestimmungen vernachlässigt werden. Dies können sich seriöse Anbieter wie etwa namhafte Markenartikler nicht erlauben. So ist es die Aufgabe des Mobile-Marketing-Experten, von Anfang an fundiert zu beraten. Nicht nur wegen der Rechtslage, auch im Hinblick auf den Endverbraucher. Ansetzen müssen Experten etwa, wenn bei Opt-ins* für das Permission-based-Marketing der Hinweis auf Möglichkeiten des Opt-outs vergessen wurde. Das nervt Verbraucher gerade bei SMS-Werbung. Ob der Trend zu Apps oder mobilen Websites geht, ist nicht mit Bestimmtheit zu sagen. Es kommt auf die Zielsetzungen einer Kampagne und auf das Budget an. Was sich jedoch klar abzeichnet, ist das wachsende Sicherheitsbewusstsein der Anwender. Mobile-Marketing-Unternehmen reagieren auf diese Entwicklung und setzen auf komplexe Sicherheitskonzepte von der App bis zur Infrastruktur, die sie mit Partnern realisieren.
Ein Beispiel für ein solches Konzept ist die Wireless-Connectivity-Plattform „Mobilespot“, die die Mobile-Marketing-Agentur Bam Interactive Marketing mit ihrem Partner Mobilespot Systems realisiert hat und die u.a. bei der Deutschen Post AG zum Vertrieb der „DocWallet-App“ im Einsatz ist. Zur Einführung dieser elektronischen Dokumentenmappe für die Verwaltung und Synchronisation von Inhalten auf iPad und Windows-Rechnern war es erforderlich, eine Infrastruktur mit hohen Sicherheitsstandards zu integrieren.
Auf der Startseite des Mobilespots stehen verschiedene Inhalte wie Apps, Anzeigen/ADs, MP3-Jingles oder MP4-Filme zum sicheren Download für Kunden bereit. Das jeweilige Angebot wird über das Mobilespot-Content-Management-System (CMS) gesteuert. Zudem soll sich die Startseite individuell an die Bedürfnisse des Businesskunden anpassen lassen. Gerade Händler, Gastronomen und Hoteliers sollen ihren Endkunden mit dem Mobilespot einen sicheren WLAN-Zugang in Verbindung mit eigenem Content sowie den Apps und Inhalten von Partnern der Plattformentwickler anbieten können.
Die Entwickler übernehmen zudem die Haftungsrisiken beim Betrieb von WLAN-Hotspots und bieten den (Business-)Kunden dadurch volle Rechtssicherheit, auch im Bereich Bluetooth-Tracking. Bei einem potentiellen Missbrauch des Internetzugangs haftet also der Anbieter als bei der Bundesnetzagentur lizensierter Betreiber des Netzwerkes. Auch hinsichtlich des Jugendschutzes wurden Vorkehrungen getroffen, indem sich der Jugendschutzfilter „Surfsitter DSL“ in den Mobilespot integrieren lässt.
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