Dass was getan werden muss, steht nicht zur Diskussion: Ignorieren die Verantwortlichen in den Unternehmen die bestehenden Gefahren durch ungesicherte Smartphones, drohen Spionage, Datenklau oder Vireninfektionen. Bereits Ende 2012 waren laut IDC 25% „fremde“ mobile Endgeräte in deutschen Industrieunternehmen im Einsatz. Gleichzeitig fehlte rund 60% der Unternehmen eine entsprechend ausgerichtete „Mobile Enterprise Strategy“ . Der Blick hinter die Kulissen verrät jedoch, dass in erster Linie Berater und Hersteller von entsprechenden Systemkomponenten ein begründetes Interesse an einer öffentlichkeitswirksamen Debatte haben. Für die Unternehmen geht es vielmehr um die Entwicklung einer effektiven Sicherheitsstrategie sowie die Organisation und technische Einbindung in Form eines „Mobile Device Management Systems“ (MDM). Im Fokus steht die „sichere“ Einbindung von mobilen Geräten in die bestehende IT-Systemlandschaft einer Unternehmung.
Effektive Lösungsansätze
Natürlich sind Lösungskonzepte hinsichtlich Virtualisierung in Verbindung mit einem sicheren Zugang für Endgeräte bereits entwickelt und einsetzbar. Jedoch ziehen die meisten Konzepte einen massiven Eingriff in die IT-Systemlandschaft sowie ein zusätzliches Investitionsvolumen nach sich.
Bedarfsgerechten Lösungsansätzen mit einem flexiblen Spielraum für individuelle Anpassungen ist nach der Erfahrung der Experten des Beratungshauses ITM also immer der Vorzug zu geben. Im unternehmerischen Umfeld gibt es vielschichtige Anwendungen, bei denen Informationen zwar auf fremden mobilen Endgeräten „verarbeitbar“ sein müssen, aber auf diesem Gerät „keine Spuren“ hinterlassen dürfen. Es gilt hierbei zwei Prämissen zu beachten: Erstens muss die Einbindung in den Dokumentenfluss der Organisation sowie die Vergabe eines eindeutigen Rechte- und Zugriffskonzeptes geregelt sein. Hierzu gehören auch klare Vorgaben, wer welche Informationen sehen und verändern darf. Zweitens muss zwingend eine Verschlüsselung dieser Informationen gegeben sein.
Wie bei jeder Regel gibt es auch hier Ausnahmen, oder vielmehr Besonderheiten. In Aufsichtsratsgremien etwa sitzen erfahrungsgemäß oft Mitglieder, die nicht Mitarbeiter des Unternehmens sind. Auch jene besitzen und nutzen Smartphones oder Tablets. Mit Hilfe eines pragmatischen Lösungsansatzes via Active Directory Services lässt sich dieser Konflikt auflösen: Eine Integration der Geräte in die Verwaltung von Systemkomponenten kann in der Regel gewährleistet werden.
Devices müssen zum Unternehmen passen – nicht umgekehrt
Vertriebsmitarbeiter sind unterwegs beim Kunden und müssen mobil Daten verarbeiten können. Key Account Manager setzen im Akquisegespräch häufig auf die Nutzung ihr privates Tablet auf welchem Daten und Kundeninformationen gespeichert sind. Es ist sinnvoll und notwendig für seinen Aufgabenbereich jederzeit flexibel alle Informationen seines Unternehmens abrufen und präsentieren zu können. Doch was passiert, wenn die Mitarbeiter versehentlich das Gerät im Zug liegen lassen? Und wie lässt sich ein ungewollter Informationsabfluss durch das W-Lan in der Kundenrepräsentanz verhindern? Die Lösung kann weitaus einfacher sein, als viele Unternehmen annehmen: Immer mehr Wirtschaftsunternehmen wählen ein „CYOD"-Modell (CYOD steht für Choose Your Own Device). Es ist logischer, die Technik vorzugeben, als sie mit hohem Aufwand in das Management und die Sicherheitsschutzklassen zu integrieren. Einige Firmen stellen bereits eine limitierte Anzahl von Gerätetypen bereit, die vollständig in das System- und Devicemanagement integriert sind.
Unternehmen brauchen nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen höchstmöglichen Schutz vor Datenraub. Sie sind gesetzlich dazu verpflichtet die maximal (technisch) möglichen Vorkehrungen zu treffen. Eine Vielzahl der Anforderungen eines sicheren BYOD-Modells lassen sich pragmatisch umsetzen – ohne kostenintensive Strategiefindungen oder Investitionen in Hard- und Software. Insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen kommt die Tatsache entgegen, dass ein „mobiler workplace“ auch ohne großen Aufwand und mit überschaubaren Budgets sicher in die eigene IT-Landschaft integriert werden kann.
5 Anforderungen für ein sicheres BYOD-Modell
1. Klar definierte Benutzergruppe
2. Klare Benutzer- und Gruppenrichtlinien
3. Verschlüsselte Basisinformationen für mobilen Zugriff
4. Einfache Integration in Service Verwaltung
5. Robustes Verwaltungssystem für die Geräteklassen
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