1. Manipulierten Geräten Zugang zum Firmennetzwerk verweigern
Schnell schleicht sich beim mobilen Arbeiten ein Schadprogramm auf Smartphone oder Tablet ein. Ab diesem Zeitpunkt surft das Sicherheitsrisiko mit: Dazu gehören die unerwünschte Lokalisierung, möglicher Datendiebstahl und andere Bedrohungen – insbesondere dann, wenn das Device innerhalb des Firmennetzwerks zum Einsatz kommt. Von daher sollten Geräte mit Jailbreak keinesfalls Zugang zu den firmeneigenen Anwendungen und Netzwerken bekommen.
2. Copy & Paste nur punktuell zulassen
In vielen Fällen kann es nützlich sein, Inhalte aus unterschiedlichen mobilen Apps zu kopieren und einzufügen. Damit ist zum Beispiel ein Anwalt in der Lage, Texte aus dem Dokumentenmanagement seiner Firma über eine sichere E-Mail-Lösung an einen Kunden zu senden. Keinesfalls aber dürfen diese Texte mit dem privaten Mailclient oder, noch schlimmer, mit öffentlichen Web-Mail-Diensten verschickt werden. Der Schlüssel zu wirksamem Schutz vor Datenverlust ist hier Granularität, also die möglichst feine Untergliederung der Rechte. Manche Apps dürfen dann Inhalte austauschen, wie etwa eine sichere Lösung für Dokumentenverwaltung mit einer abgesicherten App für Geschäfts-E-Mails, bei anderen wird das verhindert. Eine technische Lösung dafür ist eine gesicherte Zwischenablage, auf die nur kontrollierte Apps Zugriff erhalten. Die bereits auf dem Gerät vorhandenen privaten Apps bleiben außen vor.
3. Zugriff auf Daten für Apps abhängig von Netzwerktyp oder Standort
Mitarbeiter schätzen oftmals die Möglichkeit, von überall aus zu arbeiten – im Café, im Park mit WiFi-Hotspot oder in der Flughafen-Lounge. Für manche Unternehmen, etwa Banken oder Krankenhäuser, kann ein solches freies WLAN aber einen hohen Preis bei der Sicherheit fordern. Es lässt sich nämlich nicht genau sagen, wer in solchen öffentlichen Netzwerken herumschnüffelt und möglicherweise Passwörter, Unternehmensdaten oder andere sensible Informationen abgreift. Vertrauliche Daten wandern ungeschützt über ein Netzwerk, in dem sich jeder Hacker ungehindert daran bedienen kann – ein Alptraum für jedes Unternehmen.
Öffentliche Netze ganz zu blockieren, ist meist gar nicht notwendig. Schließlich gibt es viele Aufgaben, bei denen keine sensiblen Daten involviert sind. Sobald aber vertrauliche Informationen, Geschäftsgeheimnisse, oder Verträge ins Spiel kommen, sollten die betreffenden Apps definitiv nur noch auf sichere Netzwerke zugreifen dürfen. So ist es zum Beispiel möglich, manche Apps nur mit bestimmten drahtlosen Netzwerken kommunizieren zu lassen. Ein Krankenhaus könnte damit beispielsweise sicherstellen, dass der Zugriff auf elektronische Patientenakten nur innerhalb des hauseigenen WLANs möglich ist.
4. Kontrolle von Apps je nach Verbindung
Bei einigen Apps muss die Nutzung exakt nachvollziehbar sein: Wann ist die App im Einsatz, wie lange wird sie verwendet und so weiter. Das ist beispielsweise bei Anwendungen im Gesundheitswesen oder im juristischen Bereich relevant, wo bestimmte Prüfprotokolle und Nachweisprozesse vorgeschrieben sind. Um die Aufzeichnung dieser Daten sicherzustellen, kann es sinnvoll sein, eine App nur bei bestehender Netzwerkverbindung arbeiten zu lassen, oder zumindest eine maximale Arbeitszeit im Offline-Betrieb einzurichten.
5. Datenzugriff über alle Plattformen hinweg
Mobile Arbeitsmodelle bieten die Möglichkeit, das richtige Gerät für jede Situation wählen zu können. Natürlich funktioniert das nur dann, wenn man die benötigten Dateien und Dokumente jederzeit auf dem gerade genutzten Endgerät zur Verfügung hat. Eine Follow-me-Data-Funktion macht den Anwender wirklich unabhängig vom Endgerät. Mitarbeiter legen alle Dateien, die sie eventuell brauchen, in einen bestimmten Filesharing-Ordner ab. Die Daten sind dann automatisch auf den verschiedenen Devices verfügbar. Ist ein Gerät während der Änderungen offline, dann synchronisieren sich die Dateien automatisch, sobald wieder Netzverbindung besteht.