Es mag sein, dass ein smartes Zuhause einige Möglichkeiten bietet, sich gegen unliebsame Besucher abzusichern. Gerade zu Stoßzeiten, wie dem Gottesdienst an Heiligabend oder der Silvesternacht, könnten intelligente Lichtkonzepte, automatische Rollläden und das Ein- und Ausschalten von TV oder Stereo-Anlage von unterwegs aus suggerieren, jemand sei zu Hause (http://tinyurl.com/obr8bkc). Zudem können sich Hausbesitzer per Smartphone über ungewöhnliche Aktivitäten in den eigenen vier Wänden informieren lassen. Das alles setzt jedoch voraus, dass die Verbrecher tatsächlich durch Tür oder Fenster kommen.
eco warnt vor ungebremster Euphorie bei Smart Homes
Bessere Energieeffizienz, niedrige Betriebskosten, mehr Sicherheit und Komfort sind schön. Auf der anderen Seite sollte man die Sicherheitsrisiken im Zuge der Totalvernetzung aller Komponenten im Gebäude nicht unterschätzen, warnt Arzu Uyan vom eco-Verband: Denn Temperaturmesser, Bewegungsmelder, Überwachungskameras, vernetzte Alarm- und Sicherheitssysteme, Heizungs- und Klimaanlagen, Licht-, Zugangs- und Aufzugssteuerung bieten Cyber-Kriminellen ein große Spielwiese.
„Im schlimmsten Fall wird ein gesamtes Gebäude von einem Botnet gekapert und zur automatisierten und hocheffizienten digitalen Verbrechenszentrale umfunktioniert, ohne dass es Eigentümern oder Mietern überhaupt auffällt", zitiert eco den Fraunhofer-Forscher Dr. Steffen Wendzel.
Dabei reicht es im Grunde schon, wenn die virtuellen Angreifer aufgrund der nicht vorhandenen Personen auf den Bildern der gehackten Webcam im Wohnraum erkennen können, dass niemand zuhause ist. Dann wird der vermeintliche Sicherheitsvorteil schnell zum Nachteil, wenn nämlich aus virtuellen Angreifern echte Einbrecher werden.
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