05.04.2017 Moderne Straßenbeleuchtung mit Philips Lighting

Smarte LED-Beleuchtung in Bergisch Gladbach

Als erste Stadt in Deutschland stellt Bergisch Gladbach die gesamte Straßenbeleuchtung auf energiesparende und vernetzte LED-Technik um.

In Bergisch Gladbach wird derzeit die Straßenbeleuchtung modernisiert – künftig kommt LED-Technik zum Einsatz.

Bis Mitte 2019 sollen in der 110.000-Einwohner-Stadt im Bergischen Land veraltete Leuchten durch LED-Technik ersetzt und durch das Lichtmanagementsystem Citytouch von Philips Lighting vernetzt werden. Mit der webbasierten Beleuchtungssteuerung und Anlagenverwaltung nutzt die Stadt dann eine Lichtlösung, deren Einsatz in dieser Größenordnung in Deutschland bislang einzigartig ist. Unterstützt wurde die Stadtverwaltung bei der Umsetzung des Projekts durch den lokalen Energieversorger Belkaw in Zusammenarbeit mit der Kölner Rheinenergie.

Über 10.000 Leuchten im gesamten Stadtgebiet sind von der Modernisierung betroffen. Der Austausch soll die laufenden Kosten für die Beleuchtung senken. Neben dem niedrigeren Energieverbrauch, der eine jährliche Entlastung von bis zu 750.000 Euro mit sich bringt, sinken auch die Wartungskosten. Durch die höhere Zuverlässigkeit und Langlebigkeit der LED-Leuchten fallen seltener Wartungs- und Reparaturarbeiten an, wodurch mindestens weitere 300.000 Euro jährlich eingespart werden. Darüber hinaus entfallen für die Stadt Investitionen, die ohne die Erneuerung der Beleuchtung in den kommenden Jahren anstehen würden. So amortisieren sich die Anschaffungs- und Installationskosten der Anlage bereits nach zehn Jahren.

Leuchten installieren sich eigenständig

Doch der Spareffekt ist nicht der einzige Aspekt der neuen Beleuchtung. Durch das System ergeben sich neue Möglichkeiten – unter anderem bei der Programmierung von Ein- und Ausschaltzeiten, Beleuchtungsniveaus und Regelung. Jede einzelne Leuchte kann individuell angesteuert werden. Dazu ist nicht mehr die bisher genutzte Rundsteuertechnik nötig, die wegen ihrer technischen Grenzen unflexibel war und deren Hardware und die Ansteuerung über externe Schaltsignale der Stadt zusätzliche Kosten verursachten. Da künftig alle Lichtpunkte drahtlos miteinander vernetzt sind, behalten Stadtverwaltung und Betreiber alle lichtrelevanten Daten, wie zum Beispiel Energie- und Wartungskosten, übersichtlich im Blick und können jederzeit von verschiedenen Orten auf sie zugreifen.

Künftig installiert sich jede Leuchte automatisch im System, Techniker vor Ort müssen sie lediglich auf einem Mast montieren, alles Weitere führt die Leuchte selbstständig aus. Sie meldet sich in der Steuerzentrale an, lokalisiert sich in der kartenbasierten Software und übermittelt alle relevanten Daten wie den Leuchtentyp samt Anschlussleistung und ihren aktuellen Status an die Zentrale. Auch Störungen werden auf diesem Weg registriert. Damit es gar nicht erst zu Ausfällen kommt, melden die Leuchten rechtzeitig, wann ihre Wartung oder ihr Austausch ansteht.

Offenes System

Die Sanierung der Beleuchtung bringt zugleich auch einen ästhetischen Fortschritt mit sich, da mit der Erneuerung eine Vereinheitlichung einhergeht. Existierten im Stadtgebiet bisher Dutzende verschiedener Masten- und Leuchten aus mehreren Jahrzehnten mit unterschiedlichsten Techniken, werden künftig stadtweit nur noch vier Modelle eingesetzt.

Den zahlenmäßig größten Anteil an den rund 10.000 Lichtpunkten wird die technische Leuchte Luma haben, die in drei verschiedenen Ausführungen eingesetzt wird. Wie das Lichtmanagementsystem stammt sie von Philips, was jedoch für den Leuchtenbetrieb keine Voraussetzung ist. Da es sich um ein offenes System handelt, können auch Produkte anderer Hersteller eingebunden werden.


Bildquelle: Philips

©2017 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH