08.04.2015 Kein neues Phänomen

Smartphone mit Navi-App

Von: Lea Sommerhäuser

Im Interview bemerkt Berna Celik-Rymdzionek, Product Manager bei Garmin Deutschland, dass mobile Navigations-Apps kein neues Phänomen sind, sondern sich seit nunmehr rund fünf Jahren auf dem Markt tummeln und inzwischen von kaum einem Smartphone wegzudenken sind.

Berna Celik-Rymdzionek, Garmin

„Die Nachfrage nach Navigationslösungen wird bleiben“, ist sich Berna Celik-Rymdzionek, Product Manager bei Garmin Deutschland, sicher.

Frau Celik-Rymdzionek, welche (neuen) Funktionalitäten halten Navigationsgeräte 2015 bereit?
B. Celik-Rymdzionek:
In 2015 werden die Entwicklungen der vergangenen Monate fortgesetzt. Für uns bedeutet das, dass wir auch in unseren Mittelklasseserien vermehrt Funktionen anbieten, die bisher vor allem den Premiumgeräten vorbehalten waren. Dazu gehört z.B. die hochwertige Hardware mit schlankem Design und kapazitiven Echtglasdisplay. Dauerbrenner sind die Themen kostenlose lebenslange Karten-Updates und Premiumverkehrsinformationen. Beides bieten wir unseren Kunden mit allen unseren neuen Geräten standardmäßig an. Das Beispiel Premiumverkehrsinformationen zeigt deutlich, dass wir für unsere Kunden in neue Technologien investieren und diese zur Marktreife bringen: Der neue Übertragungsweg DAB+ ist schneller als bisherige Alternativen und zudem dauerhaft kostenlos.

Welche Kriterien müssen die Geräte vor allem für Geschäftsanwender erfüllen?
B. Celik-Rymdzionek:
Gerade für Vielfahrer haben wir zahlreiche nützliche Features an Bord unserer PND. Dazu gehören vor allem die Freisprecheinrichtung, die Sprachsteuerung und Live-Verkehrsinformationen. Besonderer Vorteil hier: Der Anwender kann den Dienst sofort nutzen, eine Kopplung mit einem Smartphone oder ähnliches ist nicht notwendig.

Mittlerweile greifen auch viele auf ihr Smartphone als Navi zurück. Worin sehen Sie die Vor- und Nachteile im Vergleich zur Nutzung herkömmlicher Navigationsgeräte?
B. Celik-Rymdzionek:
Ob Nutzer zu einem Smartphone mit Navi-App oder doch lieber zum klassischen PND greifen, ist abhängig von den konkreten Bedürfnissen an die Navigation. Das PND ist die ideale Lösung für alle, die für die Navigation lieber ein eigenes Gerät nutzen wollen. Das können z.B. Vielfahrer sein, die das Navi stets einsatzbereit an der Windschutzscheibe wissen wollen und das übersichtliche Display schätzen. Zudem können mobile Navigationsgeräte als Teil einer Flottenlösung eingebunden werden. Das Smartphone ist hingegen immer in der Tasche und kann daher auch für spontane Navigation zu Fuß genutzt werden – z.B., um die letzten Meter vom Parkplatz zum Zielort oder zurück zu finden.

Inwiefern beeinflussen „Smartphone-Navis“ den Markt für traditionelle Navigationsgeräte?
B. Celik-Rymdzionek:
Mobile Navigations-Apps sind kein neues Phänomen, sondern seit nunmehr rund fünf Jahren auf dem Markt und inzwischen von kaum einem Smartphone wegzudenken. Während der PND-Markt lange Zeit stark rückläufig war, haben wir im vergangenen Jahr zum Teil sogar wieder leichte Zuwächse gesehen. Wir gehen davon aus, dass PND und Smartphone-Apps auch in Zukunft nebeneinander bestehen werden.

Wie gehen die Navigationsgerätehersteller mit dieser Entwicklung um? Wie reagieren sie?
B. Celik-Rymdzionek:
Garmin bietet seinen Kunden für jede Situation die passende Navigationslösung. Dazu gehören klassische PND und Smartphone-Apps, aber auch Outdoor-Navigationsgeräte, GPS-Sportuhren und vieles mehr. Welches Gerät das passende ist, hängt von den jeweiligen Bedürfnissen und Vorlieben des Anwenders ab.

Welche Branchen werden auch zukünftig auf traditionelle Navigationsgeräte angewiesen sein? Können Sie uns konkrete Praxisbeispiele skizzieren?
B. Celik-Rymdzionek:
Der Navigationsmarkt ist äußerst dynamisch und hat sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Wir vermögen heute nicht zu sagen, wie wir in Zukunft navigieren werden. Was wir aber sicher wissen: Die Nachfrage nach Navigationslösungen wird bleiben – und wir werden die richtigen Lösungen dafür im Angebot haben.

Wie gestaltet sich die Aktualisierung des Kartenmaterials? In welchen Zeitabständen gibt es Updates und woher kommen die Informationen?
B. Celik-Rymdzionek:
Wir beziehen das Kartenmaterial für unsere Straßennavigationsgeräte vom Anbieter Here. Nutzer können regelmäßig Karten-Updates herunterladen und ihre Geräte so immer auf dem neuesten Stand halten. Inzwischen sind übrigens bei all unseren Modellen lebenslange Karten-Updates inklusive.

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