Mit iOS8 soll es möglich sein, den Nutzern basierend auf der aktuellen Position passende Apps für ortsbezogene Dienste im Sperrbildschirm vorzuschlagen.
Auch an Orten wie dem Alexanderplatz fällt das Targeting nicht leicht.
Stehen Positionsdaten eines Nutzers zur Verfügung, kann man beispielsweise in Gebieten rund um die eigenen Filialen werben. Beim Geofencing wird ein virtueller Zaun um einen bestimmten „Point Of Interest“ (POI) gezogen, wie z.B. den Berliner Alexanderplatz. Beliebt sind hier Couponing und Rabattaktionen. Die zwei Herausforderungen sind Streuverlust und mangelnde Reichweite. Denn nicht jeder Besucher auf dem Alexanderplatz ist beispielsweise ein anzusprechender Tourist und nicht alle haben in diesem Moment eine App mit Ortungsdiensten geöffnet.
Der Streuverlust kann durch eine genauere Targeting-Kombination zumindest teilweise eliminiert werden, z.B. in Verbindung mit soziodemographischen Merkmalen. Dies führt zu einem noch größeren Mangel an Reichweite. Erhöht man wiederum die Reichweite (z.B. durch einen größeren Aktionsradius oder einem weniger genauen Targeting), erhöht sich der Streuverlust. In Apples neuestem Betriebssystem iOS 8 könnte das Geofencing auf eine andere Weise verwendet werden: Basierend auf der aktuellen Position könnten direkt im Sperrbildschirm passende Apps vorgeschlagen werden. Das Betriebssystem hat i.d.R. grundsätzlich die Möglichkeit, auf die Geokoordinaten des Nutzers zuzugreifen.
Eine weitere interessante Möglichkeit zur Nutzung von Location-based Advertising bietet sich im Bereich der Zielgruppensegmentierung an. Durch das Anlegen von anonymen Nutzerprofilen können Annahmen zu den Interessen eines Nutzers getroffen werden. Diese Daten können im Nachgang auch ohne aktuelle Geokoordinaten genutzt werden. In Kombination mit anderen Verhaltensmustern lassen sich Zusammenhänge erkennen und Rückschlüsse zu Interessen sowie wahrscheinlichen Kaufabsichten ziehen. Mischt man diese Beobachtungen nun mit den bisher bekannten soziodemographischen und kontextuellen Merkmalen, lässt sich ein intelligentes Targeting gestalten, das den Streuverlust minimieren kann, ohne die notwendige Reichweite zu kompromittieren.
Geotargeting eignet sich sehr gut für örtlich relevante Kampagnen, und es gibt zuverlässige technische Methoden für die Gewinnung von Positionsdaten. Die Nutzung von Zielgruppensegmenten ist mit Sicherheit ein Effizienzgewinn für jede Kampagne. De facto nutzt bereits jeder Advertiser soziodemographische Daten. Doch hier ist noch eine deutliche Effizienzsteigerung möglich, wenn diese Daten mit Geolocation-Informationen kombiniert werden. Voraussetzung ist immer, die Daten nutzerfreundlich und datenschutzkonform zu verwenden.
Folgende Geotargeting-Methoden sind heute im Einsatz:
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