Auf der Jagd nach Stromfressern

Strom- und Heizkosten sparen

Steigende Energiepreise machen das Stromsparen beliebt: Eine Kaffeemaschine soll nur Strom brauchen, solange diese auch tatsächlich Kaffee kocht. Intelligente Technik hilft, diese Aufgaben zu bewältigen und dabei nicht mehr Energie zu verbrauchen als nötig.

Um Strom sparen zu können, müssen zunächst die Energiefresser im Haushalt identifiziert werden.

Jeder hat ihn zuhause, den Stromfresser. Aber welches Gerät ist der Übeltäter? Wer Strom sparen möchte, muss wissen, welche Geräte viel Strom verbrauchen. Um den Energiefresser zu identifizieren, gibt es drei mögliche Wege: Zum einen das manuelle Protokollieren des Stromzählers, sobald bestimmte Geräte laufen. Zum andern kann ein kleiner Stromzähler – schon für unter zehn Euro erhältlich –  zwischen Gerät und Steckdose gesteckt werden. Die dritte Alternative ist eher was für Tüftler:  Wer es professionell haben will, kann sich einen Drehstromzähler im Schaltschrank integrieren und über einen Raspberry Pi den Verbrauch auswerten.

Wenn es um Strom sparen geht, dann sollte man direkt dem Standby-Strom auf die Spur gehen. Die deutsche Energie-Agentur (Dena) hat Standby-Kosten von 115 Euro pro Jahr für Haushaltsgeräte berechnet.

Viele Geräte verbrauchen auch nach dem Ausschalten noch Strom, darum am besten über eine Steckleiste ausschalten oder über eine schaltbare (Funk-)Steckdose – auch hier kann der Raspberry Pi helfen und die Steckdose ansteuern.

Intelligente Thermostate

Ein Großteil der Energie im privaten Haushalt wird jedoch für die Heizung benötigt. Hier sind weit größere Ersparnisse drin als bei der Jagd nach Standby-Geräten. Manuelles Auf- und Zudrehen der Heizkörper ist beim Heizen heutzutage nicht mehr effektiv. In ein Smart Home gehören daher intelligente Thermostate, die die Heizung regeln – jeder Heizkörper kann damit individuell programmiert werden. Kurz vor dem Aufstehen kann z.B. das Badezimmer erwärmt werden, damit das Duschen nicht zu kalt ausfällt.

Auch eine Kopplung mit dem Smartphone ist möglich. So gibt es Systeme, die erkennen, ob jemand das Haus verlässt und dann automatisch die Temperatur nach unten regelt. Auch das Licht kann direkt über eine App ausgeschaltet werden und damit können auch weitere Stromkosten gespart werden Die Steuerung des Lichts muss nicht erst beim Verlassen des Hauses aktiv werden, sondern kann auch für einzelne Zimmer übernommen werden. Auch viele der Haushaltsgeräte lassen sich inzwischen per App steuern und falls das noch nicht geht, kann ein Mittelsmann wie der Raspberry Pi helfen. Einfach den Minicomputer dazwischen hängen und per Smartphone dann auf die Weboberfläche des Pi zugreifen und fertig ist die private Hausautomationszentrale für kleines Geld. 

Apps für das Smart Home
Mehr zum Thema App-Entwicklung erfahren Interessierte in den Thementracks „Internet of Things“ und „Smart Home“ im Rahmen der Entwickler-
konferenz „Developer Week“ vom 15. bis 18. Juni 2015 in Nürnberg.

 

 

Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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