Berechnungen und Funktionen sind für viele Anwender der letzte Grund, Excel einzusetzen. Das Gestalten von Übersichten, Listen und Tabellen mit Bildern und Texten dagegen rückt stark in den Vordergrund. Der ehemalige Microsoft-Mitarbeiter und Designer für Excel, Josh Leong, hat genau diese Entwicklung im Blick. Nach seiner Meinung fehlte auf dem Markt ein Werkzeug für das einfache Gestalten von Tabellen.
Jetzt gibt es das kostenlose Grid, eine Tabellen-App für iPhone und iPad, die Leong zusammen mit einigen Entwicklern in seinem neuen Unternehmen Binary Thumb entwickelt hat. Um es kurz zu sagen: Grid ist nicht Excel. Grid ist nicht einmal ein Tabelleneditor. Es ist eine Art “Sketchbook” für Tabellen, das seine Stärken vor allem auf dem iPad zeigen kann.
Die Bedienung ist einfach, der Funktionsumfang überschaubar. Dabei ist die App sehr stark an die Konventionen des iPad angepasst. So wird eine Zelle in der Tabelle mit Antippen geöffnet und kann dann über ein “ausziehbares” Kontextmenü mit Text, einem Foto, einem Schnappschuss der Kamera, einer Karte von Google Maps oder Kontaktdaten gefüllt werden.
Direkt nach dem Antippen können Zellen zusammengefasst werden, so dass eine Tabelle mit unterschiedlich großen Zellen entsteht. Das nachträgliche Verbinden ist natürlich ebenfalls möglich. Eine Zelle mit Text kann auf die erwartbare Weise formatiert werden, mit Schriftformaten, vertikaler und horizontaler Ausrichtung und Hintergrundfarben.
Darüber hinaus gibt es noch eine Möglichkeit der Zusammenarbeit mit anderen an der Tabelle. Und das war es auch schon. Der Funktionsumfang ist also begrenzt, hier sollte (und wird) Binary Thumbs sicher noch einiges bringen - das Unternehmen sammelt zur Zeit auf UserVoice.com Ideen für die Weiterentwicklung.
Da die App kostenlos ist und alle Basisfunktionen für das Ausgaben von Texten und Bildern in Tabellenform hat, sollte sie jedem iPad-Besitzer einen Versuch wert sein. So oder so ähnlich dürfte die Zukunft der Tabellenkalkulation auf dem Tablet aussehen.
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