Henrik Schäfer, Product Group Manager Networked Producs bei Sony Deutschland
Herr Schäfer, der Wettbewerb im mobilen Segment, gerade bei Tablet-PCs, ist groß. Worauf haben Sie bei der Entwicklung Ihrer Tablets besonderen Wert gelegt?
Henrik Schäfer: Bei der Entwicklung der Sony-Tablets haben wir es uns zum Ziel gemacht, innovatives Design, eine schnelle Performance, überzeugende Content-Angebote und geräteübergreifende Konnektivität miteinander zu verbinden und aus einer Hand anzubieten. Durch das ergonomische Design liegt das „Sony Tablet S“ auch nach stundenlangem Gebrauch bequem in der Hand. Mit dem Sony Entertainment Network und seinen Services wie dem Cloud-basierten Musikdienst „Music Unlimited“ sowie dem Filmeservice „Video Unlimited“ eröffnen wir Nutzern den Zugriff auf ein weitreichendes Angebot an Musiktiteln und Videoinhalten. Darüber hinaus sind unsere neuen Tablets Playstation-zertifiziert und bringen Gaming-Klassiker auf den Bildschirm.
Dank der integrierten Infrarotschnittstelle können Nutzer das Tablet S außerdem als Fernbedienung für sämtliche Home-Entertainment-Geräte nutzen – und das auch herstellerübergreifend. Neue Technologien ermöglichen zudem eine flüssige Touchscreen-Bedienung (Quick Touch) und schnelles Laden von Web-sites (Quick View).
Wofür werden Tablet-PCs generell am häufigsten genutzt?
Schäfer: Tablets werden von Nutzern vorzugsweise als Zweitgeräte eingesetzt und finden überwiegend im privaten Bereich als Entertainment-Geräte, jedoch mittlerweile auch vermehrt im Berufsalltag ihren Einsatz. Neben den bereits gespeicherten Inhalten auf dem Tablet eröffnet der „Google Play Store“ durch die Vielzahl an verfügbaren Apps Möglichkeiten für verschiedenste Anwendungsszenarien. Wer zu Hause auf der Couch oder unterwegs kurz seine E-Mails checken, sich über die neuesten Nachrichten informieren, Bücher oder Magazine lesen, Fotos und Videos ansehen oder mit einem Kollegen vor dem nächsten anstehenden Termin noch schnell eine Präsentation durchgehen möchte, greift zum kompakten und praktischen Tablet-PC.
In welchem geschäftlichen Kontext ist der Einsatz von Tablet-PCs sinnvoll? Welche Möglichkeiten bieten Ihre Devices in dieser Hinsicht?
Schäfer: Tablet-PCs kommen im geschäftlichen Einsatz in unterschiedlichsten Kontexten zum Einsatz – vom Büroalltag bis hin zum Einsatz in Krankenhäusern. Geschäftsreisende profitieren etwa davon, dass unsere Tablets leicht und handlich sind und sich im Handgepäck verstauen lassen. Durch das ergonomische Design eignet sich gerade das Tablet S für Präsentationszwecke oder um unterwegs per Mail zu kommunizieren, Notizen zu machen sowie Fotos und Videos zu überprüfen und zu demonstrieren. Als Android-basierte Geräte haben Anwender unserer Tablets darüber hinaus Zugriff auf ein Angebot an Apps. Darunter sind zahlreiche Anwendungen, die den Arbeitsalltag erleichtern – zum Beispiel zur Organisation und Verwaltung von Notizen, Terminen und Kontakten.
Zudem legten wir einen Entwicklungsschwerpunkt auf Multi-tasking. Durch das kürzlich erfolgte Update auf Android 4.0.3 (Ice Cream Sandwich) sind häufig genutzte Funktionen über das von Sony entwickelte „Small Apps“-Feature stets griffbereit. So können Anwender über ein im Vordergrund sichtbares Icon jederzeit auf den Rechner oder Browser zugreifen, wenn sie andere Funktionen nutzen.
Wie wichtig ist der Designfaktor bei solchen Geräten und welche Rolle spielt das Markenimage?
Schäfer: Das Design von Tablets muss auf die Bedürfnisse der Anwender ausgerichtet sein. Unsere Tablets bringen zwei Designvarianten mit sich, die sämtlichen Nutzungsszenarien entsprechen:
Das Erscheinungsbild des Tablet S erinnert an eine umgeschlagene Zeitschrift oder ein Buch, das auch nach langem Lesen bequem in der Hand liegt. Die Ablesbarkeit sowie das Tippen auf dem Display werden erleichtert, wenn das Gerät auf einer ebenen Fläche liegt.
Das innovative Klappdesign des Tablet P beinhaltet zwei Touchscreens, die für unterschiedliche Funktionen zur Verfügung stehen. So können auf dem einen Display E-Mails abgerufen werden, während das andere als Tastatur genutzt werden kann. Die Split-Screens können aber auch zum Surfen im Web oder für andere Aktivitäten zu einem großen Display kombiniert werden.
Inwiefern sind Ihre Tablets businesstauglich – zum Beispiel in Bezug auf Dateiverwaltung oder Gerätemanagement?
Schäfer: Unser Tablet P eignet sich aufgrund seines Formfaktors für den Businessalltag. Die Verwaltung von E-Mails und Kontakten ist durch den Split-Screen übersichtlich und komfortabel gelöst, was vor allem Geschäftsleuten zugute kommt. Darüber hinaus bietet der Google Play Store bereits eine Fülle an Apps, die dem Nutzer beispielsweise die Lesbarkeit von PDF-Dateien ermöglichen.
Mit dem Sony Entertainment Network gehen auch Sie den Weg der Bereitstellung digitaler Inhalte. Ist die Nutzung solcher Dienste auch im Businessumfeld denkbar?
Schäfer: Die Nutzung dieser Dienste für den Businessbereich hängt vor allem von der Branche ab – für den Büro- oder Wissenschaftsalltag kann der Zugriff auf Fachliteratur im E-Book-Format nützlich sein. Wer in der Medien- oder Unterhaltungsbranche arbeitet, profitiert auch vom Zugriff auf die Services „Video Unlimited“ oder „Music Unlimited“, die ein umfangreiches Angebot an Musik- und Videoinhalten bereithalten.
Wie viel sind Mobility-Strategien ohne die Cloud wert?
Schäfer: Tablets sind Geräte, die auf eine mobile Nutzung ausgelegt sind. Je nach Anwendungsszenario nutzen Kunden vermehrt Cloud-Angebote, um beispielsweise Fotos einfach und unkompliziert mit Freunden und der Familie zu teilen. Sony bietet dafür zum Beispiel die kostenlose PlayMemories-Online-Applikation an, über die vom Tablet oder Smartphone aus Fotos oder Videos ohne Umwege online gestellt werden können. Der Nutzer entscheidet dabei selbst, wer seine Fotos anschauen darf und wer nicht. Letzteres ist ein entscheidender Punkt – haben die Nutzer die Möglichkeit, persönliche Informationen nur für einen bestimmten Teilnehmerkreis sicher zugänglich zu machen, werden sich Cloud-Services auch zukünftig weiter durchsetzen.
Welche Trends sehen Sie außerdem mittelfristig im Mobility-Umfeld? Wo wird die Entwicklung hingehen?
Schäfer: Zuletzt veröffentlichte Studien zeigen, dass der gesamte Tablet-Markt stark wachsen wird. Wir gehen davon aus, dass sich die Android-basierten Tablets ebenfalls rasant weiter durchsetzen werden. Neben klassischen Notebooks und Ultrabooks werden sich Tablet-PCs zur festen Kategorie im Mobility-Markt etablieren.
Sony ...
... bietet als Vollsortimenter die gesamte Bandbreite von Unterhaltungselektronik und Produkte der Informationstechnologie (IT) an. In Deutschland wurde „Sony Deutschland“ im Jahr 1970 in Köln als eine von über 900 Niederlassungen der Sony Corporation in Japan gegründet. Das Bekenntnis zum Standort Deutschland manifestierte sich 1996 mit dem Bau des Sony Centers am Potsdamer Platz in Berlin. Er wurde zum Firmensitz der Tochtergesellschaften Sony Europe und Sony Deutschland.
Im Jahr 2000 eröffnete das Unternehmen dort auch den ersten Sony Style Store Europas. Im Juli 2006 zogen die 450 Sony-Deutschland-Mitarbeiter von Köln in ihre neue Zentrale. Von dort steuert das Unternehmen das Marketing und den Vertrieb von Produkten aus den Bereichen Consumer Electronics und Informationstechnologie.