Der Weltraum, unendliche Weiten
Weiß eigentlich jemand noch, was eine “Saturn-Rakete” ist? Seit dem Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre liegen ein paar ziemlich beeindruckend wirkende Flüssigtreibstoff-Triebwerke auf dem Meeresboden. Wenn es nach den Futurologen dieser Zeit gegangen wäre, würden wir heute in einer Welt wie in dem Film 2001 leben.
Es ist anders gekommen. Unser größtes Problem sind nicht etwa durchdrehende KI-Programme, sondern Großkonzerne, die uns die Apps unter dem Allerwertesten wegziehen. Roboter erobern für uns den Weltraum, während wir uns den lieben langen Tag mit Effizienz und Produktivität beschäftigen. Nur die Träumerei von der Kernkraft ist irgendwie nicht tot zu kriegen.
Das Schöne an der Zukunft: Sie ist offen. Unsere Gegenwart sieht nicht so aus wie in den Zukunftsvisionen aus der Vergangenheit. LA ist nicht so, wie sich Futurologen das vor einem Vierteljahrhundert gedacht haben. Wir leben keinen Film. Solyent Green ist bloß eine Art Nährstoffcocktail, der Planet der Affen hat nur eine Protokultur und der Terminator fährt kein Motorrad. Und Big Data ist eigentliche eine ziemlich alte Sache.
Heute ist jeder ein Zukunftsforscher. Wer die Augen aufhält, der sieht täglich ein paar kleine und viele mittelgroße Revolutionen nahen. Viele Unternehmen werden gegründet. Manchmal verschwinden sie schnell wieder, manchmal kommt der Erfolg erst bei einem der nächsten Versuche. Allerdings werden einige von der Entwicklung überrollt.
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