Nachdem das Linux-Betriebssystem Ubuntu bereits den Weg auf Smartphones gefunden hat, zeigt das hinter Ubuntu stehende Unternehmen Canonical pünktlich zum Mobile World Congress in Barcelona jetzt eine Variante des freien Betriebssystems für Tablets. Gutes Timing, den bei aller Begeisterung für das schicke Design und den Open-Source-Gedanken geht es vor allem um eins: Partner gewinnen - hardwareseitig und auf Seiten der App-Entwickler.
Letzteres dürfte dank HTML5 Kompatibilität nicht schwer sein, darauf setzt u.a. auch Firefox OS mit seinem Smartphone-Betriebssystem. Für Ubuntu können aber auch native Apps programmiert werden. Entwickler sollen ab dem 21. Februar die erste Version testen können.
Interessanter wird die Frage, ob Hardware-Hersteller sich für das Betriebssystem begeistern können. Bei den klassischen Desktop-PCs war dies stets ein schwieriges Unterfangen. Gegenüber Techcrunch sagte Canonical-Chef Mark Shuttleworth, es gebe einen Partner im Silicon Valley und auch erste Hersteller hätten Interesse bekundet. Da kommt das große Branchenevent in Barcelona gerade recht, um die Hersteller zu begeistern.
Ubuntu für Tablets setzt komplett auf Touchbedienung und es soll einen Mehrbenutzer-Modus bekommen, jeder Anwender loggt sich also nur in seine Umgebung ein. Wenn nun noch - wie versprochen - ein Verwaltungstools für die Administration bereitsteht, ist das System auch für Unternehmen interessant.
Wie auch beim Ubuntu-Smartphone sollen Ubuntu-Tablets, einmal an die entsprechende Hardware angedockt, als kompletter PC mit Tastatur und Monitor funktionieren. Dieser vollständige Desktop soll in jedem Ubuntu-Endgerät enthalten sein, das Telefon oder Tablet kann wie ein Ubuntu Desktop oder Server verwaltet werden, unter Verwendung von Standard Ubuntu-Management-Tools.
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Bildquelle: Canonical