Mittlerweile deckt man über „faire“ Kakaobohnen hinaus nicht nur ein breites Lebensmittelsortiment ab, sondern auch Alltagsgegenstände wie Textilien, Geschirr oder Musikinstrumente. Alle diese Produkte können dabei bis zu ihren Wurzeln zurückverfolgt werden – jede Kaffeebohne, jedes Reiskorn und jede Baumwollpflanze.
Demnach bildet die Rückverfolgbarkeit von Waren und Rohstoffen bis zu den Erzeugern eine wichtige Säule für den fairen Handel. Mithilfe entsprechender IT- und Softwaresysteme ist dies in vielen Branchen mittlerweile möglich – seltsamerweise jedoch nicht bei den sonst so innovativen Anbietern von Informations- und Kommunikationstechnologien. Zu komplex sei die Produktion von Hardware oder Devices, sodass man nicht jeden einzelnen Kupferdraht zurückverfolgen könne – schon gar nicht bis zu den eigentlichen Rohstoffquellen in Afrika oder Asien. Wobei insbesondere afrikanische Minen im Ruf stehen, von Rebellen zur Finanzierung von Bürgerkriegen missbraucht zu werden. Deshalb und aufgrund der nach wie vor miesen Arbeitsbedingungen in den asiatischen Fabriken von Auftragsfertigern und (Sub-)Zulieferern sollte die Branche mehr Verantwortung übernehmen und faire Arbeitsrechte sowie eine umweltverträgliche Produktion einfordern.
Da die Nachfrage bekanntlich das Angebot bestimmt, kann sich jeder Nutzer an die eigene Nase fassen und sich vor dem Kauf des nächsten Endgeräts über die jeweilige Öko- und Sozialbilanz der Hersteller informieren – denn bereits hier gibt es deutliche Unterschiede. Nicht zuletzt existieren mit dem Fairphone und der vom Verein NagerIT initiierten „fairen Maus“ bereits erste Produkte, mit denen man sich auf einem guten Weg befindet.
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