Basierend auf den damit generierten Daten lässt sich die Weiterentwicklung am Nutzerverhalten ausrichten und so in die strategische Planung eines Unternehmens einbinden. Die Entwicklung einer App ist grundsätzlich ein zeit- und kostenintensives Projekt, das aus vielen kleinteiligen Schritten besteht. Je nach Komplexität belaufen sich die Kosten zumeist auf fünf- bis sechsstellige Beträge. Damit sich diese Investition lohnt, sollte vorab geklärt werden, welche Ziele mit der Applikation verfolgt werden. Bei einer Shopping-App lässt sich noch recht leicht am Umsatzvolumen erkennen, ob sie gut funktioniert. Bei komplexeren Anwendungen wie etwa dem Onlinebanking wird die Kontrolle der Ziele schon schwieriger.
Bei der konkreten Gestaltung einer App ist der begrenzte Darstellungsplatz auf mobilen Endgeräten eine Hürde. Dies hat zur Folge, dass ein Betreiber den Inhalt und das Design seiner Applikation ganz bewusst wählen muss. Der eingeschränkte Inhalt und die Usability sollten also den Erwartungen der User entsprechen, ebenso sollte die Darstellung für die am meisten genutzten Endgeräte optimiert sein.
Wenn das Nutzungsverhalten der Anwender einer ständigen Kontrolle unterliegt, werden ungenutzte Inhalte schnell bemerkt und können entweder entfernt oder bei hoher Relevanz an eine passendere Position gerückt werden. Um wirtschaftlich erfolgreich zu arbeiten, ist es wichtig, die App als kontinuierliches Projekt zu sehen, das nicht mit dem Launch endet.
Im Idealfall ist eine App schon vor dem Launch so weit getestet, dass ihre Ziele und Funktionen einwandfrei erreicht werden können. Dennoch treten häufig Probleme und Fehlermeldungen auf, die sich in zwei Kategorien einteilen lassen: technische Fehler und Benutzerfehler. Technische Fehler können im schlimmsten Fall zum kompletten Absturz der App führen. Solche Probleme können beispielsweise nach einem System-Update des mobilen Betriebssystems auftreten, da durch die neuen Konfigurationen Kompatibilitätsprobleme entstehen. Mit den Daten aus der Analyse kann der Betreiber diese Probleme feststellen und durch ein Bugfixing-Update beheben.
Benutzerfehler wie fehlerhafte und ungültige Formulareingaben werden häufig durch nicht eindeutig formulierte Eingabeaufforderungen oder fehlerhafte Eingabeprüfungen im Hintergrund ausgelöst. Mit der Analyse werden diese Benutzerfehler erfasst und die Ursachen können daraufhin behoben werden.
Für die Weiterentwicklung von Apps kann es verschiedene Gründe geben: Die Entwicklung neuer Endgeräte etwa bedeutet häufig auch eine Anpassung der Applikation. Das iPhone 5 hat beispielsweise ein größeres Display als seine Vorgänger. Wenn die Analyse zeigt, dass viele Nutzer der App bereits mit dem neuen Endgerät arbeiten, sollte das Update, das die Nutzung des größeren Displays erlaubt, zeitnah entwickelt werden. Bei der Untersuchung von iOS-Apps gilt außerdem die Berücksichtigung des Third-Party-Agreements des Herstellers. Dieses besagt, dass Daten, die in der Applikation generiert werden, nicht mit Drittanbietern geteilt werden dürfen.
Updates und Weiterentwicklungen sollten generell anhand der Ergebnisse aus der Analyse ausgesteuert werden. Solange die Nutzerzahlen hoch und die Fehlermeldungen niedrig sind, müssen Updates nicht zwingend sofort durchgeführt werden. Eine umfassende Analyse zeigt schlussendlich, inwieweit die App zum gesamten Erfolg des Geschäftsmodells beiträgt und inwieweit die Ziele erreicht werden. So kann ihr Stellenwert genauer bestimmt und entsprechend in der strategischen Unternehmensplanung berücksichtigt werden.
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