19.05.2017 Datashur Pro von iStorage

USB-Stick mit Hardware-Verschlüsselung

Von: Robert Schindler

Wir haben den Datashur Pro ausprobiert. Der USB-Stick lässt sich am Geräte selber via PIN-Code sperren und verwendet AES 256-bit Hardware-Verschlüsselung.

  • Über das Ziffernfeld am USB-Stick lässt sich der PIN eingeben.

    Über das Ziffernfeld am USB-Stick lässt sich der PIN eingeben.

  • Über das Ziffernfeld am USB-Stick lässt sich der PIN eingeben.

    Über das Ziffernfeld am USB-Stick lässt sich der PIN eingeben.

Der USB-Stick Datashur Pro von iStorage macht einen wertigen und robusten Eindruck, sein kühles Aluminium-Gehäuse ist wasserdicht. Er ist mit ca. 8 Zentimetern etwas länger als die meisten USB-Sticks, aber kaum breiter oder dicker. Zieht man das Gehäuse ab, erkennt man auf einer Seite ein Ziffernfeld mit ebenfalls robusten und gerade-noch-nicht-zu-kleinen Gummitasten. Darüber sind eine grüne LED und eine rote LED angebracht, sie zeigen z.B. an, ob der Stick ent- oder verschlüsselt ist. Über das Tastenfeld wird ein 7 bis 15 stelliger PIN eingegeben, den der Nutzer bei Inbetriebnahme selber auswählt.

Wenn schon denn schon: Der PIN darf nicht nur aus der gleichen Ziffer bestehen (3-3-3-3-3-3-3). Er darf auch nicht nur aus hintereinander folgenden Ziffern bestehen (3-4-5-6-7-8-9-0). Da die Tasten jeweils auch mit Buchstaben versehen sind (wie eine Telefontastatur) liegt die Idee nahe, sich ein Wort oder Satz zu merken und die Buchstaben einzutippen.

Drückt man nun den unter dem Ziffernfeld befindlichen Key-Button und gibt dann den  korrekten PIN ein, so kann der Datenträger via USB in einem 30 sekündigen Zeitfenster mit einem Computer verbunden werden. Damit die PIN-Eingabe vor dem Einstecken extern am Stick selber funktioniert, ist eine eingebaute, wiederaufladbare Batterie vorhanden. Wird der Stick jahrelang in einer Schublade versteckt, ist wahrscheinlich die Batterie leer. Sie lässt sich aber laut Hersteller auch ohne PIN wieder aufladen. Im normalen Einsatz lädt sie sich am USB-Port immer wieder auf.

Ist der Stick entsperrt und wird dann eingesteckt, funktioniert er wie ein normaler USB-Stick. Er sperrt sich automatisch wieder, sobald er vom Computer getrennt wird, oder die USB-Stromversorgung deaktiviert wird. Daten die auf dem Stick gespeichert sind, werden sofort durch die hardware-basierte Verschlüsselungstechnik des Geräts verschlüsselt.

Große Zielgruppe

So bleiben sie geschützt, selbst wenn das Gerät verloren oder gestohlen wird. Dies ist ein beruhigendes Gefühl. Alle, die Daten transportieren, können so für zusätzliche Sicherheit sorgen. Die Zielgruppe ist groß: Träger von wichtigen Behörden- oder Firmendaten und grundsätzlich alle, die mit Personendaten zu tun haben: Rechtsanwälte, Lehrer, Ärzte, Versicherungsvertreter. Aber auch Otto-Normalanwender sollte bedenken, dass ein verlorener, ungeschützter Stick bestenfalls peinlich, schlimmstenfalls aber sicherheitsrelevant für Logins, Konten, Identitäten ist.

Nach der PIN-Vergabe ist der Stick sofort einsetzbar, keine Softwareinstallationen oder Treiber waren nötig. Unter Windows, Mac und Linux lief er einwandfrei. Die Anleitung ist gut verständlich. Diese Einfachheit der Handhabung ist wichtig und bei Produkten aus dem Sicherheitsbereich selten.

Nutzt man den Stick nicht jeden Tag, besteht natürlich die Gefahr, dass man seinen PIN vergisst.  Alle Daten auf dem Datenträger werden unwiderruflich gelöscht, sollte der PIN zehn mal in Folge falsch eingegeben worden sein. Über diese Gefahr, nicht mehr an die Daten ranzukommen, sollten sich die Nutzer klar sein.

Admin-PIN für den Unternehmenseinsatz

Im Unternehmenseinsatz bietet sich noch folgende sinnvolle Variante an: Der Datashur-Stick kann neben dem User-PIN mit einem Admin-PIN konfiguriert werden. Sollte ein Anwender seinen PIN vergessen, kann das Laufwerk also noch von einem Administrator via Admin-PIN entsperrt werden. Der Administrator setzt in diesem Falle einfach eine neue User-PIN auf und das Gerät kann weiter eingesetzt werden.

Der USB-Stick verfügt über eine Zurücksetzen-Funktion, die es ermöglicht, alle PINs zu entfernen, alle auf dem Datenträger befindlichen Daten zu löschen, einen neuen Verschlüsselungscode zu generieren und das Laufwerk wie im Werkszustand neu zu verwenden. Dieser Vorgang kann bei Bedarf unendlich oft wiederholt werden.

Verfügbar ist der Stick in 8, 16, 32 und 64 GB mit USB 3.0. Wirklich schmerzhafte Geschwindigkeitseinbußen durch die Verschlüsselung haben wir nicht gespürt. Preise beginnen z.Z. bei rund 60 Euro.

Bildquelle: iStorage

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