„Firmen wissen oft nicht, wie viele Geräte sie im Einsatz haben“, berichtet Uwe Hennig, General
Herr Hennig, welche Devices kann man heute in den Unternehmen entdecken?
Uwe Hennig: Man findet mobile Geräte jeglicher Couleur: Handheldcomputer, mobile Etikettendrucker und Terminals beispielsweise am Point of Sale (POS), verschiedenste Applikationsstände und Betriebssysteme. Vereinzelt entdeckt man Tablets, die im Rahmen von Pilotprojekten angeschafft wurden. Man sieht eine IT-Abteilung, die krampfhaft versucht, sich den Überblick über den kompletten Gerätebestand zu verschaffen sowie Applikationsstände und Benutzer zu verwalten. Die IT-Kollegen schlagen sich mit 3G, 4G, WLAN, Mobile Device Management (MDM) und Sicherheitsmechanismen rum. Da der Gerätezoo immer bunter wird, sollten sie zunächst einmal richtig aufräumen sowie eine Bestandsaufnahme durchführen. Diesen Plan besitzen zurzeit viele IT-Verantwortliche. Allerdings wissen sie nicht, was nach der Aufräumarbeit zu tun ist. Wie können sie verhindern, dass schnell wieder Intransparenz entsteht?
Das klingt nach Chaos. Wie kann der IT geholfen werden?
Hennig: Das Chaos entsteht in folgenden Bereichen: Zunächst im Asset-Management: Wie viele und welche Geräte hat man überhaupt im Einsatz? Für welche gibt es Wartungsverträge? Welche Geräte befinden sich wie häufig in Reparatur? Und vor allem: Wo befinden sich die Geräte? Wenn man hier die Transparenz besitzt, kann man seinen teuren Sicherheitspool verkleinern. Desweiteren geht es um die Verwaltung der mobilen Anwendungen: Welche Software befindet sich auf welchem Gerät? Welchen Releasestand hat sie? Wie kann man neue Software schnell aufspielen oder Softwarefehler beheben?
Zudem gilt es, die Nutzerverwaltung unter die Lupe zu nehmen: Wer darf und sollte welche Berechtigungen haben? Wie kann man diese schnell und ohne lange Suche ändern? Wie kann man auf einen Knopfdruck alle Nutzerprofile, Sprachen und Zugangsrechte einsehen sowie verwalten? Verschärfend hinzu kommen der Formfaktor und die Betriebssystemauswahl: Wie schafft man es, die gleiche Anwendung sowohl auf einem Windows-CE-Handheld als auch auf einem 7-Zoll-Android-Tablet mit Touchscreen darzustellen?
Angenommen die Aufräumarbeit ist getan. Was kommt dann?
Hennig: Sinnvoll ist es, das Management der Assets, Software und Nutzer unter „einen Hut“ zu bringen. Konkret bedeutet das: die IT-Abteilung verwaltet über eine zentrale Plattform alle Geräte und kann jederzeit darüber Auskunft geben, wie viele Geräte, wo und in welchen Zustand im Einsatz sind. Dabei können die Geräte flexibel nach Einsatzbedarf „verschoben“ werden. Außerdem kann das IT-Team direkt am Schreibtisch neue Software aufspielen. Wenn sie selbst eine Anwendungsentwicklung unterhält, dann auch problemlos eigene Apps. Releases, Bugfixes – alles wird zentral aufgespielt, sodass niemand mehr Tausende von Geräten im Feld abklappern muss. Dasselbe gilt für die Benutzerverwaltung, deren Administration über die gleiche Plattform sinnvoll ist.
Welche Leistungsmerkmale sollte eine solche zentrale Plattform aufweisen?
Hennig: Letztlich möchte man mit einem einzigen Tool die gesamte Mobilität managen. Das bedeutet, die Plattform ist hardware- und betriebssystemunabhängig. Zudem sollte man über eine einzige Plattform sowohl Anwendungen von älteren Windows-Handhelds als auch ein Android-Smartphone verwalten können. Nicht zuletzt sollte die Plattform für künftige mobile Lösungen offen konzipiert sein. Mittels einer speziellen Funktion kann dann die interne Anwendungsentwicklung einfach einen RFID-Scanner in die Applikation integrieren, ohne auf Geräteebene programmieren zu müssen. In der Regel sind solche Tools aus der Cloud heraus verfügbar, da man die Plattform nicht täglich weiterentwickeln muss.