05.01.2017 Rauchmelderpflicht in Deutschland

Vernetzte Sicherheit dank smarten Rauchmeldern

Von: Lea Sommerhäuser

Inzwischen besteht in fast allen deutschen Bundesländern die Rauchmelderpflicht. Dementsprechend hoch ist das Angebot an Security-Lösungen. Eigentümer und Vermieter, die gegen die Regeln verstoßen, gefährden nicht nur sich selbst und ihre Mieter, sondern riskieren zugleich ihren Gebäudeversicherungsschutz.

Rauchmelder

Die Rauchmelder müssen in Schlafzimmern und Fluren, die als Flucht- und Rettungswege dienen, angebracht werden.

Immer wieder sterben Menschen an den Folgen von Wohnungsbränden, etwa weil sie im Schlaf den giftigen Rauch eines Feuers nicht bemerken. Rauchmelder sind hier Lebensretter. Und mittlerweile sind sie größtenteils Pflicht in Deutschland. Sie müssen dabei in ganz bestimmten Räumen einer Wohnung angebracht werden: in Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren, die als Rettungswege von Aufenthaltsräumen dienen. In Küchen und Bädern müssen hingegen keine Rauchmelder installiert werden. Gleiches gilt für Keller und Treppenhäuser außerhalb einer Wohnung.

Die Rauchmelderpflicht ruft – wie nicht anders erwartet – die Security-Anbieter auf den Plan, die nun verstärkt mit zahlreichen neuen Produkten werben. Ein großes Thema ist hierbei die vernetzte Sicherheit. Netatmo, Hersteller von smarten Produkten für das vernetzte Zuhause, präsentiert an dieser Stelle z.B. einen neuen smarten Rauchmelder für den Innenbereich.

Wenn er Rauch im Haus oder der Wohnung wahrnehme, löse der smarte Rauchmelder einen 85-dB-Alarm aus aus und sende in Echtzeit eine Benachrichtigung auf das Smartphone des Nutzers – so der Anbieter. In der Notiz sei vermerkt, welcher Raum betroffen ist, etwa „Rauch in der Küche entdeckt“.

So kann der Nutzer unmittelbar Nachbarn oder die Feuerwehr kontaktieren, um die Ausweitung eines Brandes zu verhindern – oder schnellstmöglich das Haus verlassen, falls er vor Ort ist. Installiert werden können beliebig viele der smarten Rauchmelder – laut Anbieter sind die Geräte dank einer entsprechenden Security-App miteinander verbunden. Das 85-dB-Warnsignal könne manuell oder über die App ausgeschaltet werden.

Zehn Jahre Haltbarkeit


Beim Kauf von neuen Rauchmeldern sollten Anwender grundsätzlich auf die Lebensdauer der Batterie achten. Der smarte Rauchmelder ist beispielsweise mit einer zehn Jahre haltenden Batterie ausgestattet, die der empfohlenen Haltbarkeit eines Rauchmelders entspricht. Es soll kein Risiko bestehen, dass die Batterie ausfällt, falls ein Feuer ausbricht.

Bevor der smarte Rauchmelder das Ende der Haltedauer erreiche, sende er eine Nachricht auf das Smartphone des Nutzers, um ihn an den Batteriewechsel zu erinnern, so der Anbieter. Dank der Selbstprüfungsfunktion checke der Rauchmelder stetig die eigene Funktionstüchtigkeit. Er sende wöchentliche Reporte, die in der App nachvollzogen werden können.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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