Mobility, Mobility, Mobility – in vielen Unternehmen ist dies das neue Mantra, dass der CIO täglich wiederholt. Mobile Anwendungen sind eine Kernkomponente jeder ICT-Strategie. Doch nach der IDC-Studie "Enterprise Mobility in Deutschland 2013" geht es nicht nur um den Einsatz mobiler Endgeräte. Ebenso wichtig sind neue IT-Architekturen, Plattformen und Backend-Systeme, die das Ganze zusammenbringen.
„Einige Unternehmen haben die Experimentierphase schon hinter sich gelassen", resümieren die Autoren der Studie die aktuelle Situation. Das heißt: Die Firmen nutzen bereits erste mobile Anwendungen jenseits von E-Mail und Kalender.
Die Studie führt dies zurück auf den beachtlichen Anteil mobil arbeitender Mitarbeiter. Etwa jeder zweite Angestellte verbringt wenigstens einen Teil seiner Arbeitszeit fernab seines Büros. Verstärkt wird dieser Trend durch moderne Arbeitsplatzkonzepte mit der Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten.
„Mitarbeitern ein mobiles und flexibles Arbeiten zu ermöglichen, hat sich als zentrale Anforderung an die IT-Abteilungen herausgestellt", fasst die Studie die Ergebnisse zusammen. „Aber im Sinne einer ganzheitlichen Enterprise Mobility Strategie stehen die meisten Firmen und Organisationen noch am Anfang."
Nur gut die Hälfte der befragten Unternehmen besitzt eine wirksame mobile Strategie. Sie laufen Gefahr, die Vorteile von Enterprise Mobility durch Insellösungen, mangelnde Skalierbarkeit im Betrieb und Risiken durch fehlende Transformation von Security-Richtlinien zu verspielen. Das zeigt auch die aktuelle Lünendonk-Trendstudie „Mobile Enterprise Review: Mehr Strategie wagen“.
Ein zentraler Anwendungsbereich von Business-Apps liegt darin, bestehende IT-Prozesse und Anwendungen aufzubrechen, um die relevanten Informationen übersichtlich bereitzustellen und die Displays der Mobilgeräte nicht zu überfrachten. Von dieser Möglichkeit machen immerhin knapp die Hälfte (49 Prozent) der Unternehmen mit einer Mobile-Enterprise-Strategie Gebrauch.
Ganz generell führt die strategische Herangehensweise zu einer besseren Nutzung moderner Mobility-Lösungen: Etwa 80 Prozent der Unternehmen mit einem Strategie-Ansatz nutzen eine Mobile-Device-Management-Lösung, allerdings nur 30 Prozent einen eigenen Appstore. Die geringe Zahl führt die Studie unter anderem auf die Whitelisting-Fähigkeiten der Software zurück.
Die strategisch orientierten Unternehmen erwarten durch den Einsatz von Mobile Enterprise einen leichteren Informationsaustausch, eine bessere Erreichbarkeit und eine höhere Agilität. Zudem gehen sie davon aus, dass sich die Mitarbeiterzufriedenheit und die Abstimmungsprozesse verbessern. Das wiederum führe zu einer höheren Kundenzufriedenheit.
Die größten Hürden im Zusammenhang mit Mobile Business und Mobile Enterprise sind für die meisten Unternehmen Sicherheit sowie Datenschutz und in diesem Zusammenhang Governance- und Compliance-Anforderungen.
Die Autoren beider Studien sind sich in einem Punkt auf jeden Fall einig: Der Informations- und Beratungsbedarf in den Unternehmen rund um das Thema Enterprise Mobility ist noch sehr hoch.
Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de
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