26.09.2017 Für Streaming und Co.

Vodafone nun auch mit Daten-Flatrate für einzelne Dienste

Vodafone bietet seinen Mobilfunk-Kunden seit Dienstag eine Daten-Flatrate für bestimmte Dienste und Apps an. Die Telekom hatte mit ihrem ähnlichen StreamOn-Angebot Kritik geerntet, da es die Netzneutralität untergräbt.

Der Mobilfunkanbieter Vodafone führt für bestimmte Dienste und Apps die unbegrenzte Datennutzung ein. Foto: Tim Brakemeier

Der Mobilfunkanbieter Vodafone führt für bestimmte Dienste und Apps die unbegrenzte Datennutzung ein. Foto: Tim Brakemeier

Daten-intensive Angebote wie Videos über Amazon Prime oder Netflix sowie Musikstreaming über Napster oder Deezer werden künftig nicht mehr auf das Volumenkonto des Nutzer angerechnet, wenn dieser einen entsprechenden Vodafone Pass erwirbt.

Vodafone-Kunden können in den Tarifen Red und Young bis zu vier verschiedene Pässe abonnieren, etwa für Video, Musik, für Chats sowie für die Nutzung sozialer Netzwerke. Beim Vertragsabschluss ist ein Pass kostenlos enthalten, weitere Pässe sollen je fünf Euro pro Monat kosten, ein Video-Pass schlägt mit 10 Euro zu Buche. Zu den ersten Partner-Apps gehören Facebook Messenger, Telegram, Threema und WhatsApp, Facebook, Instagram, Pinterest und Twitter, Amazon Music, Deezer, Napster und Soudcloud, Amazon Prime Video, Netflix sowie Sky Go und Vevo. Weiter sollen folgen.

Die Telekom hatte bereits im April für die mobile Nutzung datenintensiver Dienste einen speziellen Tarif («StreamOn») eingeführt, dafür allerdings auch Kritik von Verbraucherschützern geerntet.

Beim Service der Telekom werden ebenfalls bestimmte datenintensive Dienste wie Apple Music, Amazon, Netflix und Youtube nicht auf das Datenkonto des Kunden angerechnet. Verbraucherschützer kritisieren, dass das Angebot gegen die Netzneutralität verstoße, nach der alle Daten unterschiedslos durchs Netz geleitet werden müssen. Sie hegen die Befürchtung, dass das Angebot auf lange Sicht die Wahlfreiheit der Verbraucher beschränke und kleinere Anbieter zu große Hürden in den Weg gelegt würden. Die Bundesnetzagentur prüft noch, ob das Angebot gegen EU-Recht verstößt.

 

 

dpa/rs

 

 

 

©2017 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH