Android wird fünf

Vom belächelten Außenseiter zum Marktführer

Android feiert sein fünfjähriges Jubiläum. In dieser Zeit wuchs es vom Nischensystem zum weltweit am meisten genutzten Mobilbetriebssystem.

Das erste Android-Smartphone T-Mobile G1

Das Mobilbetriebssystem kam zunächst in den USA auf den Markt, vor genau fünf Jahren am 21. Oktober 2008. Ein paar Monate später erschien es in Deutschland, zusammen mit dem T-Mobile G1 (eigentlich ein HTC Dream) als Hardware-Basis. Das Gerät ist ein Slider mit ausziehbarer Tastatur und einem für heutige Standards winzig wirkenden Touchdisplay. Auch die Leistungsdaten liegen unter denen eines aktuellen Einsteigergeräts.

So begann der ziemlich komentenartige Erfolg von Android. Es ist ein Open-Source-Betriebssystem, das auf Linux basiert und an die eingeschränkte Hardware von Mobilgeräten angepasst wurde. Die Entwicklung geschieht unter der Federführung von Google, aber jeder Hardware-Hersteller kann das System an die eigenen Geräte und Kunden anpassen.

So haben zum Beispiel sowohl HTC als auch Samsung eigene Homescreen-Apps (Launcher) entwickelt und ihre Geräte mit weiteren Tools ausgestattet. Durch attraktive Preise und eine breite Hardware-Palette hat sich Android vom belächelten Nischensystem zum Marktführer entwickelt. 2013 sollen laut Marktforschungsunternehmen Gartner weltweit knapp 870 Millionen Android-Geräte verkauft werden. Das ist ein Marktanteil von knapp 37 Prozent.

Bei Smartphones liegt der weltweite Android-Anteil höher: Im zweiten Quartal 2013 war Android auf vier von fünf verkauften Geräten installiert. In den fünf Jahren seiner Existenz konnte Android nicht nur seine Marktposition erobern, sondern auch Zug um Zug viele Vorbehalte widerlegen. Umständliche, altbacken wirkende Oberfläche? Nein, ab Android 4.0 wurde die Oberfläche zum Vorreiter in Sachen Design und Usability. Das hat sogar Apple zu Nachahmungen bei iOS 7 angeregt.

Unübersichtlicher Gerätemarkt? Leider ja, aber die Marktführerschaft von Samsung und die Nexus-Geräte von Google sind einfache Entscheidungshilfen für Faule. Keine Apps? Stimmt nicht, auch wenn es nicht unbedingt jede iOS-App auch für Android gibt. Oft gibt es aber ebenso leistungsfähige Alternativen. Nicht Business-tauglich? Doch, zusammen mit dem richtigen Tool für Mobile Device Management ist das kein Problem.

Kein ertragreicher Markt für Entwickler? Auch das stimmt nicht mehr, wie der Business Insider in seiner aktuellen Studie “The State of Android“ ermittelt hat. Die Gesamtumsätze mit Android reichen inzwischen an die mit iOS heran. Da Android sowohl auf Smartphones als auch auf Tablets dominiert, dürfte die Marktbedeutung relativ rasch zu einem weiteren Ansteigen der Umsätze führen.

Bildquelle: T-Mobile

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